Bei Aloen denken die Meisten wahrscheinlich an Aloe Vera, die vor allem aus der Kosmetik ein weit verbreiteter Begriff ist. Sie wird häufig auch als Echte Aloe oder Medizinische Aloe bezeichnet. Allerdings ist sie nur eine von über 450 verschiedenen Aloe-Arten.

Sie sind vor allem in trockenen, tropischen Gebieten im Norden Afrikas, in Asien und der Karibik heimisch. Ursprünglich stammen sie aber wahrscheinlich von der Arabischen Halbinsel. Die meisten wild wachsenden Aloen stehen laut des Washingtoner Artenschutz-Abkommens unter Schutz. 

Aloen sind keine Kakteen, gehören aber wie diese auch zu den Sukkulenten. Sie besitzen fleischige Blätter, in denen sie Wasser speichern können. Die Ränder der Blätter sind häufig mit kleinen Stacheln besetzt.

Aloe Pflanzen sind keine Kakteen, sondern Sukkulenten.

In dem folgenden Artikel findest du zahlreiche Ratschläge und Tipps zur richtigen Pflege deiner Aloen. Ich zeige dir, wie häufig du sie gießen solltest. Welche Erde, Dünger und Topf sind perfekt geeignet? Wenn es deinen Aloen gut geht, kannst du sie sogar ganz einfach vermehren.

Die 5 Wichtigsten Pflege-Tipps in Kürze

  • Gießen: Aloen benötigen wenig Wasser. Im Sommer genügt es in der Regel, sie einmal die Woche zu gießen. Im Winter ist ein Abstand von 2 Wochen zu empfehlen. Es sollte immer nur die Erde und nicht die Blätter gegossen werden.
  • Erde: Aloen vertragen keine Staunässe. Daher benötigen sie ein wasserdurchlässiges Substrat, das die Feuchtigkeit speichert und langsam abgibt. Der Blumentopf sollte ein Abtropfloch besitzen.
  • Standort: Die Wüstenpflanzen benötigen einen hellen Standort mit viel Sonne. Auch Temperaturen um 30 °C sind kein Problem für sie. Wenn sie zu wenig Licht und Wärme hat, verfällt sie in einen Winterschlaf und wächst nicht mehr.
  • Überwintern: Aloen sind in der Regel nicht frosttolerant. Spätestens ab Temperaturen um den Gefrierpunkt müssen nahezu alle Aloen nach drinnen gebraucht werden. Auch im Winter brauchen sie einen hellen Standort vor einem Fenster.
  • Vermehren: Aloen werden am einfachsten über Ableger vermehrt. Wenn sich keine Ableger bilden, können aus Blättern Ableger gewonne werden. Die Aufzucht über Samen ist zwar möglich, aber auch umständlich und langwierig.

Schöne Farben und kleine Stacheln: Die Blätter der Aloe-Pflanze

Die Blätter einer gesunden Aloe-Pflanze sind dick und von einer satten Farbe. Sie laufen spitz zu und die meisten Arten bilden eine Rosette. Bei vielen Aloen zieren kleine, aber meist harmlose Stacheln oder hakenförmige Zähne die Blätter.  

Wie bei vielen anderen Sukkulenten-Arten auch, sind die Blätter fleischig und speichern Wasser. So überlebt die Aloe auch längere Trockenphasen ohne Regen problemlos.

Viele Aloe-Arten haben in der Regel grüne Blätter. In der Sonne verfärben sich diese jedoch häufig rot oder gelb. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Pflanze Sonnenbrand hat. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang, über den du dir keine Sorgen machen musst.

Die Blüten der Aloe

Auch wenn man Aloen eher wegen ihrer schönen Farben und Blättern sowie ihren exotischen Aussehens hält, können sich auch. Ab Ende des Winters bis zum Anfang des Sommers können aus den Blattachsen Blütenstängel wachsen. Daran wachsen Trauben mit röhrenförmigen gelben, orangen oder roten Blüten. In der Regel blühen Aloen nach 3 Jahren das erste Mal.

Nach der Blüte solltest du die Blütenstile mit einer sterilen Schere oder einem scharfen Messer abtrennen.

Wenn du deine Aloe das ganze Jahr drinnen hast, ist es gar nicht so einfach sie zum blühen zu bringen. Das kann nur gelingen, wenn es ihr rundum gut geht. Zudem benötigt sie einen hellen Standort an einem Fenster – am besten Richtung Süden. Es hilft auch, wenn es die Aloe im Winter etwas kühler bei 10 – 15 Grad hat. Das entspricht dann mehr ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn.    

Aloe nach der Blüte

Wenn deine Aloe nach der Blüte eingeht, hast du wahrscheinlich keine Aloe, sondern eine Agave besessen. Beide Pflanzen schauen sich recht ähnlich, da kann das schon einmal passieren. Agaven blühen nur einmal im Leben und Sterben danach. Eine Aloe Pflanze geht nach der Blüte normalerweise nicht ein, da sie nur blüht wenn sie vor Gesundheit strotzt. Du müsstest sie schon sehr vernachlässigen, dass sie kurz danach eingeht. 

Agaven kann man allerdings mit ein wenig Backround-Wissen von Aloen unterscheiden. Bei Agaven sitzt am Ende jedes Blattes ein spitzer Dorn. Die Blätter von Aloen sind eher mit kleinen „Zähnen“ ausgestattet und deutlich weniger gefährlich.

Was ist der Unterschied zwischen Agaven und Aloen?

Wie viele verschiedene Aloe-Arten gibt es?

Die verschiedenen Aloe-Arten sind sehr unterschiedlich und du solltest sie auf keinen Fall über einen Kamm scheren. Den Saft der Aloe Vera kann man trinken oder das innere der Blätter als Linderung bei Sonnenbrand verwenden. Auch die Baum-Aloe (botanischer Name: Aloe Arboscense) ist ebenfalls als Heilpflanze zugelassen und wird vor allem bei Verbrennungen eingesetzt.

Andere Arten sind dahingegen hoch giftig. Würdest du die Blätter solch einer Aloe essen, würde es zu einer schwerwiegenden Vergiftung kommen. 

Die meisten Aloen werden bei uns als Zimmerpflanzen kultiviert. Allerdings gibt es auch Arten, die winterhart sind und im Garten eingepflanzt werden können.

Über die schönsten und beliebtesten Aloen habe ich Pflanzenportraits mit allen wichtigen Informationen zur richtigen Pflege erstellt. Außerdem zeige ich dir in den Artikeln, wie du sie vermehren kannst. Klick einfach auf die Bilder wenn du Interesse an einer bestimmten Aloe-Art hast.

Die Aloe Mitriformis ist eine seltene Sukkulente.
Die Aloe Nobilis ist eine schöne Sukkulente für dein zu Hause.
Die Aloe Brevifolia ist eine schöne Sukkulente.
Die Kap Aloe ist eine schöne Pflanze.

Standort: Brauchen Aloe Pflanzen direkte Sonne?

Die meisten Aloe-Arten kommen aus heißen Regionen und brauchen viel Licht um wachsen und gedeihen zu können. Wenn du deine Aloen das ganze Jahr über in Innenräumen hast, solltest du sie ähnlich wie Echeverien vor ein helles Fenster stellen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einige Aloe Pflanzen auch an einem dunklen Standort recht lange überleben können. Sie fallen dann allerdings in eine Art Winterschlaf und wachsen nicht mehr. Natürlich blühen sie in dem Fall auch nicht.

Aloen: Aufenthalt im Sommer

Im Sommer kannst du Aloen auch nach draußen stellen, was ihnen sicher sehr gut gefallen wird. Im Frühling solltest du sie allerdings erst langsam an die Sonne gewöhnen. Stelle sie zu Beginn vormittags oder nachmittags 2 – 3 Stunden in die pralle Sonne und sonst in den Schatten. Nach und nach kannst du diese Zeit verlängern. Nach spätestens zwei Wochen haben sie sich an die Sonne gewöhnt. Nun lieben sie einen Platz in der prallen Sonne oder im Halbschatten.

Aloen brauchen viel Sonne.

Wie schon erwähnt verfärben sich nun ihre Blätter und bekommen einen Rotstich. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Haben die Blätter allerdings braune, unregelmäßige Flecken, sind dies Verbrennungen von der Sonne. Dann solltest du ihr schleunigst einen Platz mit mehr Schatten suchen.

Aloen richtig überwintern  

Da Aloen in der Regel nicht winterhart sind, müssen sie drinnen überwintert werden. Natürlich kannst du Aloen das ganze Jahr bei gleichen Temperaturen halten, dann wird sie aber im Frühling wahrscheinlich nicht blühen.

Möchtest du dass sie blüht, solltest du sie von November bis Februar für 5 bis 8 Wochen an einen etwas kühleren Standort stellen. Temperaturen zwischen 10 und 13 °Celsius sind nun perfekt.

Während dieser Zeit kannst du das Gießen deutlich runterfahren. Gieße wirklich nur, wenn die Erde komplett trocken ist und dann auch nur wenig Wasser. Auch aufs Düngen solltest du im Winter vollständig verzichten.

Die perfekte Erde für Aloen

Wie die meisten Sukkulenten vertragen Aloen keine Staunässe. Sie benötigen ein Substrat, das die Feuchtigkeit durchlässt, speichert und langsam an die Wurzeln abgibt. Wenn Aloen dauerhaft „nasse Füße“ haben, fangen die Wurzeln an zu verrotten.

Aloen sollten umgetopft werden.

Wenn du eine Aloe bei Obi, Ikea oder einem anderen Gartencenter kaufst, ist sie häufig in Blumenerde eingepflanzt. Daher solltest du sie gleich zu Beginn umtopfen.

DIY: Substrat für Aloen selbst herstellen

Aloen fühlen sich in spezieller Kakteen- und Sukkulentenerde oder in Vulkastrat wohl. Es gibt verschiedene Anbieter, die bestimmt alle nicht schlecht sind. Ich verwende zur Zeit gerne die Erde von Undergreen (hier auf Amazon).

Wer möchte, kann auch selbst ein Substrat zusammenmischen. Entscheidend ist dabei, dass der Boden einen PH-Wert von 6,0 bis 7,2 aufweist. Hier eine Empfehlung, wie du das Substrat zusammenstellen kannst:

Erde für Aloen kannst du auch selber mischen.

Die Landerde muss zu Beginn sterilisiert werden. Dies schaffst du, indem du sie in der Mikrowelle, im Backofen oder in einem Gefäß über einem offenen Feuer erhitzt.

Selbst gemischte Erde ist bestimmt das Beste für die Pflanzen. Sie ist ohne bedenkliche Zusätze und die Nährstoffe sind perfekt abgestimmt. Allerdings ist es auch viel Arbeit. Ich bin ganz ehrlich – meistens bin ich zu faul dafür. Vor allem weil ich bei Aloen auch mit herkömmlicher Erde aus dem Handel gute Erfahrungen gemacht habe.

Aloen: Wie oft muss ich sie gießen?

Aloen sind perfekt für alle, die wenig Zeit haben, viel unterwegs sind oder generell gerne vergessen zu gießen. Aloen speichern Wasser in ihren Blättern und kommen besser mit zu wenig als mit zu viel Wasser klar. Staunässe ist ihr größter Feind.

Art, Saison und Standort sind entscheidend für den Wasserbedarf

Im Allgemeinen gilt, je dicker die Blätter der Aloe sind, desto mehr Wasser kann sie speichern und desto seltener muss sie gegossen werden. Wie häufig deine Aloe Wasser braucht, hängt somit von der Art ab. Für genaue Angaben kannst du deine Aloen-Art oben bei den Pflanzenportraits suchen. Da erfährst du den genauen Wasserbedarf.

Prinzipiell gilt jedoch, dass du deine Aloen immer erst gießen solltest, wenn sich die Erde komplett trocken anfühlt. Bohre ruhig ein paar cm tief mit dem Finger in das Substrat. Nur wenn es sich auch unter der Oberfläche trocken anfühlt, braucht die Aloe Wasser.

Gieße nur die Erde und nicht die Blätter. Regenwasser mögen Aloen besonders gern, lieber als Leitungswasser.

Im Winter ruhen die meisten Aloen und brauchen deutlich weniger Wasser als im Sommer. Wenn Aloen draußen stehen und es heiß ist, steigt der Wasserbedarf natürlich. Tägliches Gießen wird allerdings niemals notwendig sein.

Aloen richtig giessen.

Aloe zu viel gegossen

Du hast deiner Aloe zu viel Wasser gegeben? Wenn du dich in Zukunft an meine Anleitung hältst, sollte dir das nicht mehr passieren.

Wenn sich die Blätter bräunlich verfärben oder matschig werden, hast du auf jeden Fall zu viel gegossen. Auch wenn die Blätter zu hängen beginnen, ist das ein schlechtes Zeichen.

Wenn du zu viel gegossen hast, solltest du die Sukkulente so lange nicht mehr gießen, bis die Erde komplett ausgetrocknet ist. Stecke einen Schaschlikspieß tief in die Erde und ziehe ihn nach 5 Minuten wieder heraus. Erst wenn er komplett trocken ist, kannst du erneut gießen.

Hast du viel zu viel gegossen oder wenn es der Aloe nach ein paar Wochen immer noch nicht besser geht, musst du sie umtopfen und die verfaulten Wurzeln vorher abschneiden. Verwende dafür ein steriles, scharfes Messer oder eine sterile Schere.

Schöne Töpfe für Aloen.

Der richtige Blumentopf schützt für Staunässe

Wenn du regelmäßig Probleme mit zu viel Wasser hast, empfehle ich dir einen Blumentopf mit Abtropfloch. So kann überschüssiges Wasser abfließen und sammelt sich nicht im Topf an den Wurzeln. Bei einem Blumentopf ohne Drainage solltest du 5 Minuten nach dem gießen nachprüfen, ob bereits alle Flüssigkeit von der Erde aufgenommen wurde. Wenn nicht, solltest du das überschüssige Wasser abgießen. Auch das Wasser, das sich in dem Übertopf gesammelt hat, sollte weggegossen werden.

Aloe zu wenig gegossen

Färben sich die Blattenden rötlich, ohne dass die Aloe der direkten Sonne ausgesetzt war, ist das ein Zeichen für zu wenig Wasser. In dem Fall ziehen sich außerdem die Spitzen zusammen und die Blätter werden dünner.

In dem Fall solltest du die Sukkulente umgehend gießen. Wenn du einen Blumentopf mit Abtropfloch hast, solltest du so lange gießen, bis Wasser durch das Loch austritt. Erhöhe die Gießfrequenz, ohne es zu übertreiben. 

Wie oft muss ich meine Aloe düngen?

Wie bei den meisten Sukkulenten, solltest du es mit dem Düngen nicht übertreiben. Aloen wachsen normalerweise in karger Erde und können daher mit wenigen Nährstoffen gut haushalten.

Im Normalfall genügt es, Aloen alle 4 – 8 Wochen mit einem speziellen Kakteendünger zu düngen. Wenn du einen herkömmlichen Pflanzendünger verwenden möchtest, solltest du nur ¼ der auf der Packung angegebenen Menge zugeben. Sonst wird deine Aloe überdüngt und kann eingehen.

Wenn deine Aloe ruht – die meisten Arten ruhen im Winter – sollten sie nicht gedüngt werden. Daher brauchen die meisten Arten nur von März bis September zusätzliche Nährstoffe.

Durch das Düngen wachsen die Aloen schneller und sind besser mit allen benötigten Nährstoffen versorgt.

Wann muss ich meine Aloen umtopfen?

Umtopfen bedeutet für Aloen Stress. Daher sollten sie nur umgetopft werden, wenn der Blumentopf zu klein für sie wird. Das ist z.B. der Fall, wenn der Topf droht umzukippen oder die Wurzeln schon bis zum Rand wachsen.

Von Zeit zu Zeit müssen Aloen umgetopft werden.

Am besten topfst du sie im Frühling um. Vor dem Umtopfen solltest du sie 1 – 2 Wochen nicht gießen. Die trockene Erde löst sich so leichter von dem Wurzelballen. Auch danach sollte sie ungefähr eine Woche nicht gegossen werden und für die nächsten 2 – 3 Wochen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Das Umtopfen kannst du auch dafür nutzen, Ableger abzutrennen. So vermehrst du deine Aloe und gewinnst neue Pflanzen. Die ursprüngliche Aloe hat so auch wieder mehr Energie um größer zu werden und nach oben zu wachsen.

Vorsicht: Aloen nicht zu tief einpflanzen

Wenn die Blätter deiner Aloe bis zum Stamm reichen, solltest du darauf achten, sie nicht tiefer als zuvor einzupflanzen. Es besteht sonst die Gefahr, dass die Blätter der Aloe verfaulen.

Bei stammlosen Aloen schützt eine dünne Schicht aus Sand oder Perlite auf dem Substrat die Blätter vor dem faulen.   

Kann ich Aloen schneiden, wenn sie zu groß werden?

Aloen müssen nicht geschnitten werden. Wenn sie allerdings zu groß werden oder die Ableger in alle Richtungen wachsen, kannst du sie eindämmen.

Ableger oder Seitenblätter die Überhand nehmen, kannst du einfach mit einem sterilen Messer oder einer Scher abtrennen.

Bei einigen Arten wie der Aloe Vera kannst du auch die Blätter abschneiden, wenn sie zu lang werden. Diese Aloen können sich selbst heilen und nehmen dadurch  keinen Schaden. Nach dem Abschneiden des Blattes entsteht innerhalb von Sekunden ein dünner Film auf der Schnittstelle. Nach kurzer Zeit wird daraus ein gummiartiges Gel, das die Wunde des Blattes verschließt.

Sind Aloen winterhart?

Aloen kommen überwiegend in Afrika und Madagaskar vor. Dort ist es das ganze Jahr über heiß. Daher gibt es kaum winterharte Aloen. Auch die beliebte Aloe Vera ist nicht winterhart.

Die einzige mir bekannte winterharte Aloe-Art ist die wunderschöne Aloe Aristata. Alle anderen Aloen müssen im Herbst wenn die Temperaturen unter 5 Grad fallen nach drinnen gebracht werden.

Die Aloe Aristata ist winterhart.
Aloe Aristata

Gibt es giftige Aloe-Arten?

Wer bis jetzt nur die Aloe Vera kennt, wird sich über diesen Absatz wundern. Schließlich kann man die Aloe Vera essen, den Saft trinken und das Gel zur Wundheilung verwenden. Allerdings gibt es auch giftige Aloe-Arten, die du auf gar keinen Fall essen solltest.

Außerdem gilt, dass ungeschälte Blätter von Aloen generell nicht essbar sind. Sie enthalten einen hohen Anteil an Anthranoide, die giftig sind.

Folgende Aloe-Arten sind giftig und definitiv nicht zum Verzehr geeignet:

  • Aloe Africana
  • Aloe Aristata
  • Aloe Brevifolia
  • Aloe Broomii
  • Aloe Humilis
  • Aloe Polyphylla
  • Aloe Striata
  • Aloe Variegata

Da es über 450 Aloe-Arten gibt, ist diese Liste definitiv nicht vollständig. Ich hab hier einige der bekannteren giftigen Aloen aufgelistet.

Wenn du eine Aloe Zuhause hast, solltest du dich auf jeden Fall informieren, ob sie giftig ist. Wenn sie bei meinem Pflanzenportraits dabei ist, findest du dort die Information.

Aloen vermehren

Bei Aloen bilden sich wenn sie wachsen immer wieder Ableger, die auch Kindel oder Seitensprossen genannt werden. In der Regel wachsen diese, sobald die Sukkulente 2 – 3 Jahre alt ist. Möchte man seine Aloen vermehren, tut man dies über diese Ableger.

Die Kindel bilden sich häufig direkt am Stamm der Mutterpflanze. Du kannst sie ganz einfach mit einem sterilen, scharfen Messer oder einer Schere abtrennen. Ein guter Zeitpunkt zum Gewinnen von Ablegern ist auch immer beim Umtopfen der Aloe. Anschließend solltest du den Ableger für 2 – 3 Tage auf feuchter Kakteenerde trocknen lassen. Wenn sie anfangen schwielig zu werden, setzt du sie in Kakteenerde ein. So verhinderst du Schimmelbildung.

Bis sich die Wurzeln fest in der Erde verankert haben, brauchen die Stecklinge weniger Wasser als die Mutterpflanze. Du kannst sie in den gleichen Abständen, aber mit weniger Wasser gießen. Um Pilzbildung zu vermeiden, solltet du nur die Erde und nicht die Blätter gießen. Zu Beginn sollten die Stecklinge auch nicht in der prallen Sonne stehen.

Vermehren über Samen

Die Aufzucht über Samen ist möglich, aber unnötig langwierig. Das würde ich nur bei sehr seltenen Exemplaren tun, wo man auch online keine Pflanze zu kaufen findet.

Wenn du eine Aloe aus Samen ziehst, musst du diese in Kakteenerde einpflanzen. Am besten beginnst du damit im Frühling, da du dann die besten Erfolgschancen hast. Stelle den Topf vor ein helles Fenster, damit die Samen genug Licht bekommen. Die Samen solltest du nur gießen, wenn die Erde richtig trocken ist. Wenn sie ständig im Wasser stehen, werden die Samen eingehen. Da die meisten Aloen eher langsam wachsen, brauchst du jetzt viel Geduld.

Ich lese immer wieder, dass Aloen auch über ihre Blätter vermehrt werden können. Bei den meisten Sukkulenten ist das ja möglich. Ich hatte bei meinen Aloen damit jedoch noch nie Erfolg. Ich hab sie immer über ihre Kindel vermehrt. Und das klappt wirklich sehr gut und die Erfolgsquote ist hoch.

Krankheiten und Schädlinge

Aloen sind eher selten von Krankheiten und Schädlingen betroffen. Am wahrscheinlichsten ist ein Befall mit Schildläusen. Diese verkriechen sind meist tief in den Spalten der Blattrosetten. Aufgrund ihrer Farbe sind sie schwer zu erkennen. Wenn deine Aloen von Schildläusen – auch Wollläusen genannt – befallen werden, kannst du in diesem Beitrag nachlesen, wie du sie wieder loswirst.

Auch Wurzelläuse können sich an Aloen vergreifen, wobei dies eher selten der Fall ist. Wenn doch, sind sie unmittelbar unter der Erdoberfläche auf den oberen Wurzeln zu finden.

Wenn Aloen zu groß werden, kommt es häufig vor, dass sie seitlich umkippen. Das kommt vor allem bei Pflanzen vor, die eine Höhe von 35 cm und mehr erreichen. Wenn sie umfallen, wachsen sie seitlich am Topf weiter nach unten. Wenn dir das nicht gefällt, kannst du die Blätter der Aloe kürzen.

Die Größte Gefahr für Aloen ist aber immer noch, dass sie zu häufig gegossen werden und die Wurzeln zu faulen beginnen.

Eine Aloe Vera sollte nicht zu viel gegossen werden.

Aloen online kaufen oder bestellen

Eine ganz normale Aloe Vera Pflanze bekommst du in jedem Garten-Center wie Dehner, Obi und Co. Wenn du jedoch eine seltenere Aloe-Art möchtest, wirst du wahrscheinlich eher im Internet fündig. In Deutschland ist es für viele Menschen noch eine komische Vorstellung, eine echte Pflanze online zu bestellen. Ich hab das schon etliche Male getan und es spricht nichts dagegen. Mein Papa hat letztens sogar eine lebende Bienenkönig per Post bekommen, also wieso nicht eine Aloe online kaufen.

Auf folgenden Webseiten bekommst du Aloen:

Amazon (Aloe Vera auf Amazon)
Ebay (Link zu Aloen)
Etsy (Link zu Aloen auf Etsy)
Pasiora (Link zum Shop)
Kakteen-Haage (Link zum Shop)

Hast du Aloen zu Hause? Wenn ja hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar und erzähl mir von deinen Erfahrungen.

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