Zierpfeffer, Zwergpfeffer

Du stehst auf Zimmerpflanzen mit schönen, grünen Blättern? Und du hast wenig Platz in deiner Wohnung? Dann kommst du an den wundervollen Zwergpfeffern nicht vorbei. Ob grün, grau, violett, rot, gemustert, mit rauen, herzförmigen oder glatten Blättern: you can have it all!

Peperomia gibt es in den verschiedensten Farben.

Die über 1.500 Zwergpfeffer-Arten haben alle eine Gemeinsamkeit: außergewöhnlich schöne Blätter. Sie kommen in den Tropen auf der ganzen Welt vor. Besonders viele Arten gibt es in Mittel- und Südamerika.

Die Peperomia gehören zur Familie der Pfeffergewächse, zu der auch der schwarze Pfeffer gehört. Auch wenn nicht alle Zierpfeffer-Arten Sukkulenten sind, haben doch die Meisten sukkulente Eigenschaften. Das heißt, dass sie dicke, fleischige Blätter besitzen. Darin können sie Wasser speichern und so Dürreperioden problemlos überstehen.    

Im Folgenden erfährt ihr alles was ihr über den wunderschönen Zierpfeffer wissen müsst.

Wie groß wird eine Peperomia?

Die aus den Tropen stammenden Peperomien werden bei uns nicht umsonst Zwergpfeffer genannt. Auch wenn die rund 1.500 Arten sehr unterschiedlich aussehen, werden sie allesamt nicht viel größer als 30 Zentimeter.

Das bedeutet natürlich auch, dass Zwergpfeffer-Pflanzen sehr langsam wachsen. Im Winter, von Mitte November bis Anfang März, wachsen die Pflanzen aufgrund des Lichtmangels quasi überhaupt nicht.

Einen sehr kleinen Zierpfeffer zu kaufen und zu hoffen, dass er in ein bis zwei Jahren eine stattliche Größe entwickelt, ist also keine gute Idee. 

Zwei Peperomien die sehr unterschiedlich sind.

Welche Peperomia Arten gibt es?

Wie schon erwähnt, ist die Familie der Zwergpfeffer wirklich groß. Um die 1.500 Arten dieser schönen Zimmerpflanzen sind derzeit bekannt. Zu den beliebtesten Sorten zählen:

Fleischige Peperomia (Peperomia Obtusifolia): Sie hat grüne bis gelbliche, ovale Blätter. Die Blätter sind etwas dicker und fühlen sich ledrig an. Sie wird 15 bis 30 Zentimeter groß und bevorzugt ganzjährig einen warmen Standort.

Rundblättrige Peperomia (Peperomia Rotundifolia): Die kriechende Grünpflanze kann für einen Zwergpfeffer recht groß werden. So können die herabhängenden Triebe mit den kleinen, runden Blättern 40 cm und länger werden. Sie eignet sich gut für hängende Blumentöpfe und Ampeln.

Peperomia Albovittate: Für mich gehört diese Art zu den Schönsten überhaupt. Sie hat grüne Blätter mit tiefgrünen oder bräunlich-orangenfarbenen Adern. Diese verleihen den Blättern ein wunderschönes Muster. Auch wenn sie bei uns erst seit ein paar Jahren im Handel ist, hat sie sich zu einer der beliebtesten Zwergpfeffer-Arten überhaupt gemausert. Sie trägt den Spitznamen „Grüner Frosch“.  

Peperomia Pellucida: Dieser Zierpfeffer überzeugt nicht nur mit glänzenden, herzförmigen Blättern. Sie wird sowohl als Nahrungsmittel, als auch als Heilmittel verwendet. Sie kann sowohl roh, als auch gekocht verspeist werden. Wenn man die Blätter in den Händen verreibt, entsteht ein senfartiger Geruch.

Peperomia als Salat zum essen.

Peperomia Verticillata: Sie fällt vor allem durch ihre Blätter auf. Die obere Seite ist grün, wohingegen die Unterseite in einem kräftigen, dunklen rot gefärbt ist. Die Blätter wachsen sehr dicht an in die Höhe gereckten, einzelnen Stilen.  

Hier kannst du Peperomien kaufen:

Wie pflegt man Peperomien?

Wenn du bis jetzt mit Zimmerpflanzen wenig Glück gehabt hast und sie dir oft eingehen, sind Peperomien vielleicht das Richtige für dich. Sie sind sehr robust und brauchen wenig Aufmerksamkeit. Und es gibt sie für wirklich jeden Geschmack. Mit großen oder kleinen, herzförmigen oder runden Blättern, marmoriert, gestreift oder einfarbig. Die einzelnen Arten sehen teilweise so unterschiedlich aus, dass man kaum glaube kann, dass sie alle zur gleichen Pflanzenfamilie gehören.

Es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten. Denn alle Zierpfeffer wachsen langsam, können das ganze Jahr über vermehrt werden und sind pflegeleicht. Denn sie verzeihen kleine und größere Pflegefehler auch über einen längeren Zeitraum. Sie sind kaum kleinzukriegen und daher die perfekten Zimmerpflanzen für Anfänger.   

Im Folgenden zeige ich euch, wie ihr Peperomien richtig pflegt.

Das richtige Werkzeug für die Pflege von Peperomien:

Welcher Standort ist für eine Peperomia ideal?

So pflegst du eine Peperomia richtig.

Der richtige Standort hängt ein wenig von der Blattfarbe des Zwergpfeffers ab.

Die grünblättrigen Arten bevorzugen zwar einen hellen Standort, kommen aber mit der direkten Sonneneinstrahlung der kräftigen Mittagssonne nicht zurecht. Indirektes Licht ist für sie ideal. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit vertragen sie auch einen halbschattigen Standort sehr gut. In ihrer Heimat wachsen sie häufig auf Waldböden, wo sie trotz wenig Licht gut gedeihen.

Peperomien mit bunten Blättern lieben intensives, direktes Sonnenlicht. Lediglich im Hochsommer sollte man sie Mittags ein wenig vor der aggressiven Sonne schützen.

Alle Zierpfeffer Arten fühlen sich allerdings bei erhöhter Luftfeuchtigkeit wohl. Eine geschlossene Vitrine oder ein Glasschrank stellen somit die perfekte Umgebung dar. Alternativ kannst du sie aber auch öfter mit Wasser einsprühen. 

Gut zu wissen ist außerdem, dass Peperomien nicht giftig sind. Weder für Menschen noch für Haustiere. Somit müsst ihr nicht darauf achten, sie außer Reichweite von Katzen, Hunden oder kleinen Kindern aufzustellen. Es kann maximal sein, dass ihr den niedlichen Zwergpfeffer vor eurer Katze beschützen müsst. 😀

Ist eine Peperomia winterhart?

Alle Zierpfeffer-Arten stammen aus den Tropen und sind in warmen Gegenden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit Zuhause. Kälte kennen diese Pflanzen nicht, sodass keine Art einen Winter bei uns im Freien überleben würde. Spätestens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wird es wirklich eng für den Zwergpfeffer.

Ich würde sie allerdings spätestens bei Temperaturen unter 10 Grad nach drinnen bringen.

Im Sommer spricht nichts dagegen, die Pflanzen rauszustellen. Achtet allerdings darauf, dass sie nicht in der direkten Sonne, sondern im Halbschatten stehen.

Peperomien sind nicht winterhart.

Wie oft muss ich meine Peperomia gießen?

Peperomien sollten nur wenig gegossen werden, da sie Staunässe auf Dauer nicht ertragen. Die Erde sollte nicht zu nass sein, aber auch nie komplett austrocknen. Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist gekommen, wenn sich die Erdoberfläche trocken anfühlt. Wie oft du wirklich gießen musst, hängt von der Luftfeuchtigkeit, Temperatur und dem Standort ab. Es gilt aber, weniger ist mehr. 

Je dicker die Blätter des Zwergpfeffers sind, desto länger kann er Trockenheit überstehen. Diese Arten speichern nämlich Wasser in ihren Blättern und können davon zehren, wenn die Erde ausgetrocknet ist.  

Wenn deine Peperomia Blätter verliert, hast du sie zu viel gegossen. Sie ist jetzt stark angegriffen. Wenn du das Gießen nicht deutlich reduzierst, geht sie dir ein.

Soll ich meine Peperomia mit Wasser besprühen?

Zierpfeffer leben in der Natur in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Daher fühlen sie in einer Vitrine oder einer gläsernen Box bei uns besonders wohl. Denn gerade die trockene Heizungsluft im Winter ist nicht ideal für sie. Wer sie aber lieber auf ein Fensterbrett oder ein Sideboard stellen möchte, kann die Blätter einfach alle zwei bis drei Tage mit Wasser besprühen. Wenn ihr im Urlaub seid, kommen die Peperomien auch aus, ohne besprüht zu werden. Aber wenn ihr Zuhause seid, freuen Sie sich über die Feuchtigkeit auf den Blättern. 

Behalte den Überblick bei Gießen deiner Pflanzen

Wenn du immer Probleme hattest, den Überblick zu behalten, wann du welche Zimmerpflanzen gießen musst, sind Zwergpfeffer ideal für dich. Durch das variationsreiche Aussehen der einzelnen Arten, kannst du dir die unterschiedlichsten Zimmerpflanzen nach Hause holen. Welche mit roten, lilafarbenen, grünen und grauen Blättern. Große und kleine Pflanzen mit herzförmigen, glatten oder marmorierten Blättern. Aber eben alle aus der Peperomia-Familie. Was bedeutet, dass alle gleich oft gegossen werden müssen. Genial oder?

Gadgets für deine Peperomien:

Peperomia: Welche Erde ist geeignet?

Viele Zwergpfeffer-Arten wachsen in freier Wildbahn als Epiphyten, bzw. Aufsitzpflanzen. Sie lassen sich auf Bäumen nieder und graben ihre Wurzeln in deren Rinde. Am besten gedeihen Zimmerpflanzen immer dann, wenn die Erde dem Boden der Heimat nachgeahmt wird.

Bei Peperomien ist daher eine lockere, grobkörnige und saure Erde ideal. In Orchideenerde (auf Amazon)  fühlen sie sich meiner Erfahrung nach sehr wohl.  

Peperomien brauchen spezielle Orchideenerde.

Du kannst aber auch ganz normale Blumenerde verwenden und diese mit einer Handvoll Torfmoos (auf Amazon) oder Vermiculit (auf Amazon) auflockern.

Neben einer grobkörnigen Orchideenerde empfiehlt sich außerdem ein Blumentopf mit Abtropfloch. Da sich Peperomien mit Staunässe schwer tun, verhinderst du so, dass Gießwasser im Topf stehen bleibt. Durch das Abtropfloch kann das Wasser ablaufen und der Zwergpfeffer bekommt keine nassen Füße.

Welchen Dünger soll ich für Peperomien verwenden?

Das Thema „Düngen“ spielt für Zwergpfeffer keine große Rolle. Im Zweifel ist weniger hier auf jeden Fall immer mehr. Selbst wenn sich Blätter verfärben und abfallen, ist das normalerweise ein Zeichen für Lichtmangel oder Staunässe und nicht für einen Mangel an Nährstoffen.

Letztendlich kommen Peperomien ihr Leben lang ohne Dünger aus. Sie wachsen sowieso nur langsam, auch mit Dünger. 

Ich empfehle daher, einfach auf das Düngen zu verzichten. Das spart euch Arbeit und Geld und ihr läuft nicht Gefahr, dass die Pflanze überversorgt wird.

Wollt ihr doch Düngen, könnt ihr den Gießwasser alle 4 Wochen eine geringe Dosis normalen Grünpflanzendünger (auf Amazon) beimischen.

Wann sollte ich eine Peperomia umtopfen?

Wie in dem Artikel schon mehrfach erwähnt, wächst Zwergpfeffer relativ langsam. Zudem braucht er auch nicht übermäßig viel Platz. Er kann somit jahrelang in seinem Blumentopf bleiben und muss nur selten umgetopft werden. Wer möchte, kann einmal im Jahr die oberste Erdschicht durch eine Neue ersetzen. So wird die Pflanze wieder besser mit Nährstoffen versorgt und kann schneller wachsen.

Wenn du einen Blumentopf mit Drainage verwendest, kannst du deine Peperomia umtopfen, sobald erste Wurzeln durch das Loch spitzen. Dann wird der Platz im Blumentopf langsam zu eng.

Beim Umtopfen musst du wenig beachten. Verwende einfach eine frische Orchideenerde (auf Amazon) oder eine gröbere, saure Blumenerde.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen sind Frühling oder Sommer. Die Pflanze wächst jetzt verstärkt. So können Schäden, die beim Umtopfen entstehen können, schneller wieder verheilen.

Die schönsten Blumentöpfe für Peperomien:

Kann ich meine Peperomia schneiden?

In der Regel wird der Zwergpfeffer nicht geschnitten. Man hat bei ihm auch nicht das Problem, dass er zu groß wird oder ausufernd wächst. Daher gibt es eigentlich keinen Grund dafür.

Wenn Blätter vertrocknet sind oder sich verfärbt haben, kannst du diese einfach mit der Hand herausbrechen.

Peperomien einfach vermehren

Peperomien können leicht vermehrt werden.

Zierpfeffer-Pflanzen können recht einfach vermehrt werden. Da sie im Frühling am schnellsten wachsen, ist das er ideale Zeitpunkt. Den größten Erfolg erzielt man mit Stecklingen.

Entferne einfach ein Blatt, mit mindestens einem Zentimeter langen Stängel von der Mutterpflanze. Du kannst es einfach mit einem scharfen Messer oder einer Schere abtrennen. Leg den Steckling anschließend auf einen Behälter, der mit Blumen- oder Orchideenerde gefüllt ist. Die Schnittstelle zeigt nach unten.

Bedecke den Behälter mit einer Plastikfolie. So erschaffst du eine Art Mini-Gewächshaus und sorgst dafür, dass sich die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Gieße die Stecklinge regelmäßig und lasse die Erde niemals austrocknen.

Innerhalb sechs bis acht Wochen sollten sich kleine Wurzeln bilden. Ist das der Fall, kannst du die Stecklinge in einen größeren Blumentopf umpflanzen.

Krankheiten bei Peperomien

Die Peperomien sind nicht übermäßig anfällig für Schädlinge. Sie können aber von den für Zimmerpflanzen typischen Plagen bekommen. Kontrolliert daher regelmäßig, ob ihr Wollläuse (zum Artikel) oder Spinnmilben an den Blättern entdeckt. Fehler bei der Pflege wie Staunässe begünstigen Blatt-, Wurzel- und Stängelfäule. Auch ein Befall durch die Rote Spinne ist möglich.

In der Regel sind Peperomien aber eher unkompliziert und ihr solltet keine Probleme bekommen.

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