Euphorbia pulcherrima, Artepitheton Pulcherrima, Adventsstern, Christstern, Poinsettie

Spätestens im November stürmen wir los und kaufen uns einen Weihnachtsstern. Denn kaum eine Pflanze verbreitet mehr Weihnachtsstimmung wie die roten, rosafarbenen oder weißen Christsterne.

Nach Weihnachten landen viele davon im Müll. Dabei muss das gar nicht sein. Denn die Blätter verlieren ihre Farbe. Dann ist der Weihnachtsstern eine ganz normale, unkomplizierte Grünpflanze, die das ganze Jahr über passt. Und mit der richtigen Pflege, blüht sie jedes Jahr aufs Neue. 

Was viele auch nicht wissen: Da der Weihnachtsstern zu den Wolfsmilchgewächsen gehört, ist er giftig. Achtet also darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere nicht an die Pflanze herankommen.

Alles was du über die Pflege des Weihnachtssterns wissen musst, erfährst du in diesem Artikel.

Der Weihnachtsstern ist eine beliebte Pflanze.

Steckbrief:

Hell, aber keine direkte Sonne

Im Sommer auch draußen möglich

Leicht erhöhter Wasserbedarf für eine Sukkulente

Weihnachtsstern wird bis 60 cm hoch

Weihnachtsstern wird 45 cm breit

Nicht Winterhart, min. 10 ° C

Vermehrung über Stecklinge

Stark giftig für Menschen & Tiere

Wie pflege ich einen Weihnachtsstern richtig?

Der Weihnachtsstern kommt ursprünglich aus Mexiko. Dort wird er als immergrüner Strauch überraschend groß. Hierzulande ist er zur Weihnachtszeit eine sehr beliebte und recht unkomplizierte Zimmerpflanze. Daher ist es eigentlich schade, dass die Pflanze nach Weihnachten meistens weggeworfen wird. Dabei kann er mit der richtigen Pflege und ein paar kleinen Tricks jeden Winter erneut blühen und seine Blätter verfärben.

Wie bring ich den Weihnachtsstern wieder zum Blühen?

Viele verwechseln die farbigen Blätter der Pflanze mit der Blüte. Die gelbe Blüte ist unscheinbar und klein. Daher ist die eigentliche Frage, wie man es schafft, dass sich die Hochblätter zu Weihnachten wieder verfärben. Und das geht ganz einfach.

Der Weihnachtsstern in der Blüte.

Denn eigentlich muss man dem Langschläfer nur seinen Schönheitsschlaf gönnen. Der Weihnachtsstern bildet nämlich nur farbige Hochblätter, wenn er weniger als zwölf Stunden am Tag Licht abbekommt. Das Problem ist, dass es bei uns in den Wohnräumen in der Regel länger hell ist. Dabei macht der Weihnachtskaktus keinen Unterschied zwischen der Sonne und künstlichem Licht.

Daher solltet ihr den Weihnachtsstern spätestens ab Mitte September entweder in einen Raum stellen, wo er 12 – 14 Stunden Dunkelheit genießen kann. Oder mit einer schwarzen Folie oder einem Karton entsprechend abdecken. Et Voilà – so habt ihr pünktlich zu Weihnachten einen blühenden Weihnachtsstern mit wundervollen, bunten Blättern.

Mit diesem Trick könnt ihr die Pflanze natürlich nicht nur an Weihnachten, sondern auch im Sommer oder Herbst blühen lassen.

Welche Temperaturen verträgt der Weihnachtsstern?

Auch wenn der Weihnachtsstern aus dem tropischen Mexiko stammt, mag er es gar nicht zu warm. Am längsten bleibt die Blüte und die farbigen Blätter bestehen, wenn die Raumtemperatur zwischen 18 – 20 Grad liegt.

Noch schlimmer als zu warme Räume, ist allerdings Kälte. Wenn du ihn nach dem Kauf erst einmal in einem ungeheizten Abstellraum oder einem zugigen Flur aufbewahrst, wird er wahrscheinlich eingehen.

Weihnachtssterne reagieren sehr empfindlich auf Frost. Da sie meist im Winter gekauft werden, solltest du sie auf dem Weg nach Hause warm einpacken. Außerdem solltest du Stände, die den Weihnachtsstern im Freien verkaufen, meiden.

Kann man einen Weihnachtsstern nach draußen stellen?

Ja, im Sommer ist das problemlos möglich. Wenn die Temperaturen auch in der Nacht über 10 Grad steigen, kann die Pflanze nach draußen. Ideal ist ein heller Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Denk allerdings im Herbst rechtzeitig daran, die Euphorbia pulcherrima wieder nach drinnen ins Warme zu bringen.

Alternativ kannst du ihn natürlich auch einfach im Wohnzimmer oder in jedem anderen Raum übersommern. Auch hier ist ein heller Standort ohne direkter Sonne perfekt.

Wie muss ich einen Weihnachtsstern gießen?

Der Weihnachtsstern kommt mit Staunässe nur schlecht zurecht. Daher solltest du es mit dem Gießen nicht übertreiben. Je nach Standort und Topfgröße sind alle 7 bis 10 Tage vollkommen ausreichend. Ideal ist zudem ein Tauchbad. Nimm dafür die Pflanze aus dem Topf und stelle sie für 1, 2 Minuten ins Wasser. So können die Wurzeln genug Wasser aufnehmen, stehen danach aber nicht im Feuchten.

Zu viel Feuchtigkeit ist die häufigste Ursache, wenn Weihnachtssterne eingehen. Daher solltest du im Zweifel lieber zu wenig als zu viel gießen. Wenn die Blätter gelb werden, hast du es definitiv übertrieben. Stelle das Gießen sofort für mindestens 2 Wochen ein. Wenn es nicht besser wird, solltest du den Weihnachtsstern in neue, trockene Erde umtopfen. Verfaulte Wurzeln sollten in dem Zuge abgeschnitten werden.

Wenn die Blätter jedoch schlapp herabhängen, braucht der Weihnachtsstern dringend Wasser. Davon erholt er sich jedoch deutlich leichter wie von nassen Wurzeln.

So gießt du den Weihnachtsstern richtig.

Die richtige Erde und Blumentopf für den Weihnachtsstern?

Verwende entweder herkömmliche Kakteenerde (auf Amazon) oder misch dir selbst ein loses, grobkörniges Substrat mit Kies, Sand oder Bims (bei Amazon). So vermeidest du Staunässe, da das Wasser besser abfließen kann.

Da Weihnachtssterne bei uns meist günstig verkauft werden, stehen sie häufig auch in minderwertiger Erde. Daher solltet ihr sie direkt nach Weihnachten, wenn die farbigen Blätter verblüht sind, in Kakteenerde umtopfen.

Ein Blumentopf mit Abtropfloch ist ideal für den Weihnachtsstern. So kann überschüssiges Wasser abfließen und es bildet sich keine Pfütze am Boden des Topfes. Alternativ kannst du auch unten am Boden eine Schicht mit Pflanzton (bei Amazon) oder groben Tonscherben bilden. Das dient ebenfalls als Drainage und schützt die Wurzeln vor zu viel Feuchtigkeit.

Diese Produkte helfen dir bei der Pflege des Weihnachtssterns.

Muss ich den Weihnachtsstern düngen?

Der Weihnachtsstern braucht recht viel Dünger für eine Sukkulente. Zumindest wenn du willst, dass er jedes Jahr aufs Neue bunte Blätter bekommt. Vom Frühling bis zum Herbst solltest du die Euphorbia einmal die Woche mit einem Volldünger oder klassischen Blumendünger versorgen. Im Winter genügt es, die Zimmerpflanze alle zwei Wochen zu düngen.

Wann muss ich den Weihnachtsstern umtopfen?

Vor allem in den ersten Jahren darfst du den Weihnachtsstern ruhig jedes Jahr umtopfen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist der Frühling, nach der Winterruhe. Topfe die Pflanze immer nur in einen etwa 2 – 3 cm größeren Blumentopf um. Denn wenn er zu groß ist, wächst der Weihnachtsstern zwar fleißig und entfaltet neue Blätter. Es ist dann aber nahezu unmöglich ihn zum Blühen zu bringen und die farbigen Blätter an Weihnachten zu bekommen.

Wie bei einem Bonsai führt diese Begrenzung des Raumes zu einem buschigen, dichten Wurz und eine hohen Blühfreudigkeit.

Wenn du den Weihnachtsstern umtopfst, kannst du ihn auch gleich zurück schneiden. Sei hier nicht zu zaghaft. Wenn du ihn um ca. ein Drittel zurückschneidest, bleibt er kompakt und wächst schön buschig. Das erhöht außerdem auch die Wahrscheinlichkeit, dass er nächstes Jahr wieder farbige Hochblätter entwickelt.

Ist der Weihnachtsstern giftig?

Ja, der Weihnachtsstern ist giftig. Er gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. Werden die Triebe oder Blätter verletzt, tritt ein giftiger, milchartiger Saft aus. Gelangt dieser auf die Haut, können starke Reizungen und Ausschläge die Folge sein.

Besonders gefährlich wird es jedoch, wenn Teile der Pflanze verschluckt werden. Daher ist es wichtig, den Weihnachtsstern außer Reichweite von kleinen Kindern und Haustieren aufzustellen. Bei Katzen und Hunden kann die Euphorbia sogar zu Nierenversagen führen.

Der Weihnachtsstern ist giftig.


So kannst du den Weihnachtsstern vermehren?

Da der Weihnachtsstern im Advent recht günstig ist und zudem von vielen Menschen nach Weihnachten weggeworfen wird, ist das Vermehren kein großes Thema. Trotzdem ist es natürlich möglich. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Frühling nach der Blüte.

Am einfachsten kann der Weihnachtsstern über Stecklinge vermehrt werden. Schneide dazu ein paar gesunde Triebe ab. Da nicht alle Stecklinge wurzeln, würde ich gleich ein paar mehr abschneiden.

Stelle die abgeschnittenen Triebe anschließend für kurze Zeit in heißes Wasser. Dadurch schließen sich die Schnittstellen. Wenn du das nicht tust, bluten die Stecklinge aus und vertrocknen. Außerdem sollten große Blätter halbiert werden, damit sie nicht vertrocknen.

Anschließend kannst du die Stecklinge in Aufzuchterde (auf Amazon) stecken. Achte darauf, dass die Erde immer leicht feucht, aber nicht zu nass ist.

Ideal ist ein heller Standort. Direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden, da die zarten Stecklinge sonst verbrennen.

Vorsicht: Trage beim Vermehren immer Handschuhe. Denn der austretende Milchsaft ist hoch giftig.

Das Vermehren über Samen klappt in unseren Breitengraden nur selten. In dem Fall brauchst du zumindest ein Gewächshaus. Sinn macht es eigentlich nur, wenn du neue Sorten und Kreuzungen ziehen willst.

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