Die Aloe Vera gehört zu den Sukkulenten und stammt ursprünglich aus dem Mittleren Osten. Heutzutage ist sie aber auch in Asien, Mittelamerika und der Karibik verbreitet. Da sie als Heilpflanze eine lange Geschichte hat, wird sie häufig auch als Medizinische Aloe oder Echte Aloe bezeichnet.

Hierzulande ist Aloe Vera vor allem durch die Kosmetikindustrie bekannt geworden. Sie ist Inhaltsstoff vieler Naturkosmetik- und Anti Aging Produkte. Sie hilft bei Sonnenbrand, Schnittwunden und vielen weiteren Wehwehchen. Schon alleine deshalb sollte jeder eine Aloe Vera Pflanze für den Notfall Zuhause haben.  

Neben ihrer heilsamen Wirkung, bringt sie zudem tropisches Flair in deine Wohnung oder verschönert deinen Garten. Zudem ist sie eine unkomplizierte Pflanze, die zudem noch leicht vermehrt werden kann. In folgendem Artikel erfährst du alles, was du über die richtige Pflege der Aloe Vera wissen musst.

Die Aloe Vera ist eine Heilpflanze.

Steckbrief:

Volle Sonne bis Halbschatten

Im Winter drinnen, im Sommer auch draußen möglich

Typischer Wasserbedarf für Sukkulenten

Die Aloe Vera wird bis zu 60 cm hoch

Nicht winterhart, Minimum 2 ° C

Vermehrung über Stecklinge

Nicht giftig für Menschen, kann giftig für Haustiere sein 

Hält Sommerruhe

Aussehen: Wie groß kann eine Aloe Vera werden?

Die Aloe Vera hat lange, fleischige Blätter, die spitz nach oben wachsen. Sie sind grün, können sich aber in der Sonne rötlich verfärben. Je nach Pflege und Standort kann sie bis zu 60 cm groß werden.

Die Aloe Vera sieht einigen Agave Arten sehr ähnlich. Aufgrund der Zähne an ihren Blatträndern wird sie häufig auch für einen Kaktus gehalten. Sie gehört zwar, ebenso wie die Kakteen zu den Sukkulenten, gilt jedoch selbst nicht als Kaktus. Ihre Zähne sind weder spitz und stachelig und können niemanden verletzen oder in der Haut steckenbleiben.

Die Blüte der Aloe Vera

Wird die Aloe Vera das ganze Jahr über als Zimmerpflanze gehalten, passiert es eher selten, dass sie zu blühen beginnt. In der freien Natur, sieht es natürlich ganz anders aus. Dort bilden sich im Januar zwischen den Blättern lange Blütenstile, die senkrecht nach oben wachsen. Am Ende entstehen dann gelbe, orangene oder rote Blüten. Diese bilden um den Stängel herum eine dichte Traube und sind zudem röhrenförmig.

Wenn du deine Aloe Vera zum blühen bringen möchtest, musst du sie an einem kühleren Standort  zwischen 10 und 15 Grad überwintern. Ein Flur, ungeheizter Abstellraum oder heller Keller ist dafür ideal. Diese Ruhezeit braucht die Pflanze, um Knospen bilden zu können. Sobald zu erste Blütenstängel siehst, kannst du sie wieder ins Wohnzimmer oder an einen anderen beheizten Standort stellen. 

Nachdem die Blüten verwelkt sind, solltest du den Blütenstil mit einem sterilen Messer oder einer Schere abschneiden. So förderst du eine erneute Blütenbildung.

Die Benefits und Heilkräfte der Aloe Vera Pflanze

Aloe Vera Pflanzen sind nicht nur wegen ihrem exotischen Aussehen so beliebt. Mindestens genauso spannend ist ihr heilsamer Saft. Bereits im 12. Jahrhundert wurde er in Schriften erwähnt und für seine Heilkraft gelobt. Da der Saft entzündungshemmend und schmerzlindern ist, wird er vor allem zur Behandlung von Hautverletzungen verwendet. So kannst du die Aloe Vera nutzen:

Aloe Vera Saft kann man trinken.

Nicht nur die Aloe Vera Pflanze hat Heilkräfte. Auch viele der anderen, rund 250 Aloe Arten beeinflussen die innere und äußere Schönheit positiv. 

Hier findest du gute Produkte mit Aloe Vera:

Standort: Wie muss Aloe Vera richtig stehen?

Da die Aloe Vera aus den Tropen stammt, bevorzugt sie einen hellen, sonnigen Standort. Sie verträgt direkte Sonneneinstrahlung sehr gut. Vor einem großen Fenster oder in einem Wintergarten fühlt sie sich am wohlsten.

Die Aloe Vera gedeiht aber auch an einem halbschattigen Standort. Sie wächst dort allerdings langsamer und braucht auch weniger Wasser.  

Wann kann ich die Aloe Vera rausstellen?

Im Frühling kannst du die Aloe Vera nach draußen bringen. Sobald die Temperaturen in der Nacht nicht mehr unter 5 Grad fallen, kann sie dauerhaft draußen bleiben. Du solltest sie jedoch zu Beginn langsam an die Sonne gewöhnen, da die Blätter sonst Sonnenbrand bekommen können.

Stelle sie am Anfang nur am Morgen und Abend in die Sonne. Gerade am Mittag sollte sie an einem schattigen Standort stehen. Nach und nach kannst du sie immer länger der Sonne aussetzen. Nach spätestens zwei Wochen hat sie sich an die Sonne gewöhnt und kann auch den ganzen Tag über in der prallen Sonne verweilen.

Prinzipiell fühlt sich eine Aloe Vera im Sommer draußen wohler als drinnen. Sie mag die direkte Sonneneinstrahlung und die Wärme dieser Jahreszeit.   

Aloe Vera brauchen einen hellen Standort.

Wie gießt man Aloe Vera Pflanzen?

Die Aloe Vera speichert in ihren dicken, gelartigen Blättern Wasser. Daher kann sie lange Dürreperioden nicht nur problemlos überstehen, sie braucht diese sogar. Daher vertrocknen Aloe Vera Pflanzen selten. Meistens werden sie eher ertränkt.

Eine genaue Angabe, wie oft du deine Aloe Vera Pflanze gießen solltest, kann ich leider nicht treffen. Das hängt nämlich stark vom Standort, Temperatur und Jahreszeit ab. Du solltest deine Aloe Vera Pflanze daher nur gießen, wenn die Erde vollständig austrocknet ist. Bohre ruhig mit dem Finger in die Erde hinein oder stecke einen Schaschlikspieß hinein. Nur wenn er trocken wieder herauskommt, ist Zeit zu gießen.

Wenn du die Aloe Vera an einem kühleren Standort überwinterst, braucht sie kaum Wasser. Gieße sie maximal alle vier bis sechs Wochen.

So viel Wasser braucht eine Aloe Vera Pflanze

Wenn du deine Sukkulente gießt, solltest du immer nur die Erde und nicht die Blätter gießen. Wenn sich im Inneren der Rosette Wasser bildet, kann die Pflanze zu faulen beginnen. Das ist vor allem in Innenräumen ein Problem. Wenn sie im Sommer draußen in der Sonne steht, verdunstet dieses Wasser rechtzeitig.

Außerdem solltest du deine Aloe mit genug Wasser versorgen, damit auch tiefliegende Wurzeln versorgt sind. Wenn du einen Topf mit Abtropfloch verwendest, kannst du so lange gießen, bis Wasser austritt. Dann weißt du, dass der gesamte Wurzelballen mit Feuchtigkeit versorgt worden ist. Nach einigen Minuten solltest du das Wasser, das sich im Unterteller sammelt, weggießen.  

Sukkulenten in einem Topf ohne Drainage gießen.

Erde und Dünger für deine Aloe Vera

Der größte Feind der Aloe Vera Pflanze ist Staunässe. Nichts rafft die sonst so widerspenstige und robuste Pflanze schneller dahin. Daher ist eine grobkörnige, wasserdurchlässige Erde unabdingbar für sie. Ideal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist Kakteen- oder Sukkulentenerde.

Alternativ kannst du Blumenerde im Verhältnis 2:1 auch mit Blähton oder Sand vermischen. Auch so erhöhst du die Durchlässigkeit und verhinderst, dass die Wurzeln aufgrund von Staunässe verfaulen.

Da Aloen von Natur aus auf nährstoffarmen Böden wachsen, brauchen sie auch nicht so viele zusätzliche Nährstoffe. Lediglich im Frühling, wo die Pflanze am stärksten wächst, ist ein Dünger empfehlenswert. Am besten düngst du sie im Frühling von März bis Mai einmal im Monat.

Dabei solltest du immer einen speziellen Kakteendünger verwenden. Dieser hat die richtige Nährstoffzusammensetzung für Aloen.

Wie topfe ich Aloe Vera um?

Aloe Vera Pflanzen werden im Handel häufig in normale Blumenerde eingepflanzt. Ist das der Fall, solltest du sie so schnell wie möglich in Kakteenerde umtopfen. Anschließend wird sie wahrscheinlich alle zwei bis drei Jahre einen neuen, größeren Topf benötigen.

Der ideale Zeitpunkt zum umtopfen ist immer der Frühling. Wenn du sie in der Wachstumsphase umtopfst, kann sie Schäden an den Wurzeln schnell reparieren und sich besser erholen.

Wenn die Aloe Vera schon größer ist, kann es sein, dass du die Pflanze mit zwei Holzstäben stützen musst, bis sich die Wurzeln verankert haben. Sonst kann es sein, dass die Aloe einfach umfällt.

Nach dem Umtopfen solltest du sie einige Tage nicht gießen. Danach geht es ganz normal weiter.

Das richtige Werkzeug zum umtopfen:

Die Blätter der Aloe Vera werden nach dem Umtopfen braun

Umtopfen bedeutet immer Stress für eine Pflanze. Bei der Aloe Vera äußert sich dieser Stress manchmal dadurch, dass die Blätter braun werden. Hab ein wenig Geduld, dann sollten die Blätter von alleine ihre grüne Farbe zurückbekommen.

Ist dies nicht der Fall und werden die Blätter zusätzlich noch weich oder gar matschig, pflegst du deine Pflanze falsch. Im Normalfall hast du die falsche Erde verwendest oder sie zu viel gegossen. Versuche den Fehler so schnell wie möglich zu beheben, dann kannst du sie noch retten. 

Welcher Topf ist für eine Aloe Vera geeignet?

Staunässe ist die größte Gefahr für Aloen. Neben der richtigen Erde, ist ein Blumentopf mit Abtropfloch die beste Möglichkeit, das zu verhindern. So kann überschüssiges Gießwasser einfach abfließen und sammelt sich nicht am Boden des Topfes. Vor allem wenn deine Aloe im Sommer draußen im Regen steht, ist das überlebensnotwenig.

Zudem kann dir so nicht passieren, dass du die Aloe Vera mit zu wenig Wasser beim gießen versorgst. Gießt du zu wenig, gelangt das Wasser nicht zu den Wurzelenden. Diese können sich so jedoch nicht ausbilden und deine Pflanze wächst nicht mehr. Hat dein Blumentopf eine Drainage, kannst du einfach immer so lange gießen, bis Wasser austritt.    

Hier findest du einige schöne Blumentöpfe mit Drainage:

Wie kann ich die Aloe Vera schneiden?

Auch in der Hinsicht ist die Aloe Vera äußerst unkompliziert. Du kannst die Blätter einfach an jeder Stelle mit einem Messer oder einer Schere abschneiden. Danach entsteht innerhalb von Sekunden ein dünner Film auf der Schnittkante. Dieser besteht aus dem Saft der Pflanze. Dieser hat nicht nur für uns eine heilende Wirkung, sie kann sich damit auch selbst heilen. Der Saft verwandelt sich innerhalb von wenigen Minuten in eine gummiartige Schicht. Diese stoppt den Feuchtigkeitsverlust und schützt die Wunde des Blattes.

Schneidest du die Blätter allerdings immer irgendwo in der Mitte ab, schaut die Pflanze bald nicht mehr schön aus. Die Blätter verlieren dadurch ihre schönen Spitzen und die Schnittwunden verfärben sich braun. Daher macht es eher Sinn, Blätter ganz unten abzutrennen oder immer vom gleichen Blatt Teile abzuschneiden.   

Das abgeschnittene Blatt kannst du entweder zum Vermehren oder zur Gewinnung des Pflanzensaftes verwenden. Den Saft kannst du ganz einfach herauspressen. Du kannst die Blätter auch längs in der Mitte aufschneiden und so den Saft gewinnen. Diesen kannst du dann einfach mit einem Löffel herauskratzen.

Wie kann ich Aloe Vera vermehren?

Am einfachsten ist das Vermehren über Ableger. Die Aloe Vera Pflanze bildet nämlich immer wieder kleine Kindel und Wurzelläufe. Sobald diese zirka 5 cm groß sind, kannst du sie als Ableger verwenden.

Hebe dafür die Pflanze aus dem Blumentopf. Du musst die fertigen Pflänzchen nun am Wurzelballen mit einem scharfen und sterilen Messer von der Mutterpflanze abtrennen. Lasse die Ableger nun für zwei bis drei Tage lieben, bis sie schrumpelig werden. Nun kannst du sie direkt in Kakteenerde einpflanzen. Nach kurzer Zeit werden sie neue Wurzeln bilden und die Pflanzen anfangen zu wachsen.

Geheimtipp: Packe die eingepflanzten Aloe Vera Stecklinge in eine Plastiktüte. So erhöhst du die Luftfeuchtigkeit. Die Pflanze wächst jetzt deutlich schneller.

Die beste Zeit um die Aloe Vera zu vermehren ist immer der Frühling. Sie ist jetzt in der Wachstumsphase. Dadurch können sie die Kindel schnell verwurzeln und als eigenständige Pflanzen besser überleben.

Wo kann ich eine Aloe Vera Pflanzen kaufen?

Aloe Vera ist keine seltene Zimmerpflanze. Du bekommst sie in jedem größeren Garten-Center. Eine Alternative sind Online Shops, wo du Aloen ebenfalls in hervorragender Qualität bekommst. Hier kannst du Aloe Vera online kaufen:

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