Viele Kakteen auf einem Tisch.

Ob Aloe Vera, Echeverien oder lebende Steine – die meisten Sukkulenten-Arten stammen aus warmen Regionen. Lange Dürreperioden sind für diese Wüstenpflanzen kein Problem. Einem Winter in Deutschland mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können sie allerdings nicht standhalten. Daher werden hierzulande Sukkulenten vor allem im Haus kultiviert.

Auch wenn Sukkulenten eher unkompliziert Pflanzen sind, muss man bei ihrer Pflege im Haus doch einiges beachten. Mit den simplen Tipps und Tricks in diesem Artikel wird das in Zukunft für dich allerdings kein Problem mehr sein.

Tipp #1: Kaufe die richtigen Sukkulenten

Nicht alle Sukkulenten sind für Innen geeignet. Auch wenn deine Zimmerpflanzen vor einem hellen Fenster stehen, bekommen sie drinnen weniger Licht als draußen. Vor allem im Winter. Wenn du dich daher auf Sukkulenten beschränkst, die sich auch im Halbschatten mit weniger Licht hervorragend entfalten können, geht es ihnen besser.

Generell kann man sagen, dass Sukkulenten mit leuchtenden Farben wie rot, purpur oder orange nicht so gut für Innenräume geeignet sind. Sie benötigen die direkte Sonneneinstrahlung und deutlich mehr Licht wie in Innenräumen im Allgemeinen verfügbar ist.

Gerade am Anfang sind daher Sukkulenten die von Natur aus grün sind, besser für dein Zuhause geeignet. Gute Sukkulenten für Innen sind vor alle die folgenden Arten:

  • Haworthia
  • Gasteria
  • Crassulas (z.B. Pfenningbaum)
  •  Aloe Vera
Gasteria und Haworthia brauchen wenig Licht.

Weitere Gründe die dafür sorgen, dass Sukkulenten für Innen nicht so gut geeignet sind:

  • Sie können mehrere Meter groß werden (z.B. Agave Americana, Baum-Aloe, Goldkugelkaktus)
  • Sie benötigen eine Kälteperiode (z.B. zahlreiche Hauswurz-Arten)

Tipp #2: Sukkulenten im Inneren brauchen so viel Licht wie nur möglich

Sukkulenten im Haus bekommen weniger Sonne als draußen. Viele Arten fühlen sich am wohlsten, wenn sie mindestens 6 Stunden der direkten Sonne ausgesetzt werden.

Daher solltest du vor allem sonnenliebende Arten wie Echeverien an den hellsten Ort in deinem Zuhause unterbringen. Optimal ist natürlich ein großes Fenster Richtung Süden.

Wenn du eine eher dunkle Wohnung besitzt oder alle deine Fenster nach Norden gerichtet sind, werden manche Arten bei dir nicht wachsen. Wenn deine Sukkulenten immer wieder eingehen, solltest du diesen Artikel lesen. Darin beschreibe ich, welche Arten du kaufen kannst, wenn du zu wenig Licht in deinem Zuhause hast.

 Tipp #3: Gieße viel, dafür selten

Egal ob draußen oder drinnen, wenn du deine Sukkulenten ertränkst, gehen sie irgendwann ein. Trotzdem ist es bei Sukkulenten im Haus noch viel entscheidender, dass sie richtig gegossen werden. Ich bekomme immer wieder bei Freunden und Bekannten, die sich ihre ersten Sukkulenten kaufen mit, dass hier die meisten Fehler gemacht werden.

Deshalb habe ich nicht nur einen extra Artikel nur über das Gießen geschrieben, den ihr unbedingt lesen solltet (hier klicken). Sondern sogar ein ganzes E-Book, das sich diesem Thema widmet. Meldet euch dafür einfach bei meinem Newsletter an. Das Thema ist einfach elementar wichtig und wird so häufig falsch gemacht wird.

Das Thema ist wirklich tricky. Sukkulenten brauchen überraschend viel Wasser um zu wachsen und zu gedeihen. Sie sollten jedoch deutlich seltener als die meisten Zimmerpflanzen gegossen werden.

Sukkulenten bevorzugen es, wenn ihre Wurzeln von Zeit zu Zeit richtig in Wasser eingeweicht werden. Danach müssen sie jedoch so schnell wie möglich wieder trocknen können.

Letztendlich überleben deine Sukkulenten auch, wenn du sie ab und zu mit Wasser einsprühst, da sie die Feuchtigkeit über die Blätter aufnehmen können. Sie wachsen dann jedoch nicht, entwickeln keine kräftigen Wurzeln und werden empfindlich.

Merke: Gieße deine Sukkulenten nicht täglich, denn das ist der schnellste Weg sie zu töten.

Die Fettblattrosette hat schöne kleine Blüten.

Wachstums- und Ruhephase beeinflussen den Wasserbedarf

Was viele nicht wissen ist, dass Sukkulenten Ruhe- und Wachstumsphasen haben. In den Ruhephasen wachsen sie nicht aktive und benötigen daher weniger Wasser als in den Wachstumsphasen. Bei den meisten Arten fallen die Ruhephasen in die kühleren Monate des Jahres. Lese dafür am besten auch meine Artikel dazu. Darin findest du eine Übersicht, wann deine Sukkulenten-Arten ruhen und wann sie wachsen. Klicke hier um zum Artikel zu kommen.

In diesen kalten Monaten kann es auch passieren, dass die unteren Blätter deiner Sukkulente welk werden und eingehen. Darüber solltest du dir aber keine Gedanken machen, das ist ganz normal. Sie trennen sich von ihren älteren Blättern und neue entstehen. Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass gleich die ganze Pflanze eingeht.

Sorgen solltest du dir lediglich dann machen, wenn die neuen oder oberen Blätter verwelken. Dann hast du wahrscheinlich einen Fehler beim Gießen gemacht und deine Pflanze ist krank geworden.

Echeveria mit einem schwarzen Stil ist krank.

Merke: Wenn die Blätter in der Nähe der Erde verwelken ist alles ok. Wenn die oberen Blätter verwelken, hast du ein Problem.

Tipp #4: Glas-Terrarien und Töpfe ohne Loch sind bei Sukkulenten für Innen nicht geeignet

Prinzipiell sind Glasbehälter keine gute Langzeitlösung für Sukkulenten. Sie mögen keine feuchte Erde. Das Wasser kann allerdings in einem Blumentopf aus Glas nicht abfließen und sammelt sich am Boden.

Ein weiterer Nachteil von Glas-Terrarien ist, dass die Luftzirkulation mangelhaft ist. Sukkulenten benötigen frische Luft um gesunde Wurzeln und damit auch einen gesunden Stil und Blätter entwickeln zu können. Das ist in einem weitestgehend geschlossenen Gefäß nicht möglich. 

Bimsstein schaut schön aus im Glasterrarium.

Trotzdem verstehe ich natürlich, wenn ihr eure Sukkulenten trotzdem in solch einem Glasgefäß anpflanzen wollt. Es ist eine wunderschöne Kombination und ich habe selbst Sukkulenten in einem Terrarium. Ihr müsst nur sehr gut aufpassen beim Gießen und einige Tricks beherzigen. Lest dafür den folgenden Artikel: Sukkulenten in Töpfen ohne Loch gießen.

Anfängern empfehle ich, die Finger davon zu lassen. Wenn ihr schon viel Erfahrung mit Sukkulenten habt, könnt ihr es versuchen. Aber seid nicht traurig, wenn es nicht klappt und eure Pflanzen eingehen. Das kann einfach super schnell passieren.

Wenn du mehr über die richtigen Blumentöpfe für Sukkulenten erfahren möchtest, solltest du diesen Artikel lesen. So viel kann ich euch schon einmal verraten: meine Favoriten sind ganz klar Terrakotta- und Keramik-Töpfe. Holz kann ebenfalls sehr schön für Sukkulenten für Innen sein

Im Internet gibt es eine große Auswahl an wunderschönen Blumentöpfen die perfekt für Sukkulenten geeignet sind. Diese Töpfe sind aktuell meine Favoriten:

Tipp #5: Schädlinge durch die richtige Pflege vermeiden

Der Befall von Insekten sollte bei deinen Sukkulenten Innen kein Problem sein, wenn du sie richtig pflegst (richtige Bewässerung, durchlässige Erde, Sauerstoffzufuhr usw.).

Einer der häufigsten Schädlinge sind Mücken. Diese kommen vor allem dann vor, wenn die Erde dauerhaft zu feucht ist. Mücken kannst du also ganz einfach vermeiden, indem du spezielle Kakteenerde verwendest (hier auf Amazon) und den Boden zwischen den Gießvorgängen gut austrocknen lässt.

Ein weiteres Problem das auftauchen kann sind Wollläuse. Das sind nervige kleine Biester, die die saftigen Blätter von Sukkulenten lieben.

Wollläuse sind Schädlinge für Sukkulenten und Kakteen.

Wenn du diese Schädlinge an deinen Sukkulenten entdeckst, solltest du sowohl Blätter als auch Erde mit hochprozentigem Alkohol einsprühen. Vergiss auf gar keinen Fall die Erde, da dort die Wollläuse ihre Eier ablegen. Mehr zu diesem Thema kannst du in meinem extra Beitrag über Wollläuse nachlesen. (hier zum Beitrag)

Trotzdem ist drinnen die Wahrscheinlichkeit, dass deine Sukkulenten von Schädlingen befallen werden viel kleiner als draußen.

Tipp #6: Have Fun

Das Tolle am Anbau von Sukkulenten in Innenräumen ist, dass eigentlich nicht viel schief gehen kann. Letztendlich sind die Wüstenpflanzen sehr strapazierfähig und genügsam. Selbst mehrere Wochen ohne Wasser und Pflege gehen relativ schadlos an ihnen vorbei. Selbst wenn du keinen grünen Daumen hast und du sehr dazu neigst, deine Pflanzen zu vernachlässigen, kann es deinen Sukkulenten gut gehen.

Stress dich also nicht und genieße einfach den schönen Anblick deiner Sukkulenten und Kakteen. Zimmerpflanzen sollen nämlich keinen Stress verursachen, sondern Freude schenken und dein Zuhause schöner machen. Wenn du gelassen bleibst und Spaß hast, hast du sowieso schon gewonnen.

Daher gibt es jetzt den wichtigsten Tipp: Have Fun!

Zum Schluss noch ein Tipp…

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