Sukkulenten sind beliebte Pflanzen. Sie haben wunderschöne Formen und Farben. Sie brauchen nur selten Wasser und sind pflegeleicht. Daher sind sie anspruchslose Mitbewohner für alle, die viel unterwegs sind. Das Problem ist jedoch, dass Sukkulenten nicht überall gedeihen. Licht und Temperatur sind entscheidende Faktoren für das Wohlbefinden von Sukkulenten. Mit diesen Tipps kannst du jedoch deine Sukkulenten unabhängig von deiner Wohnsituation erfolgreich am Leben erhalten!

Sukkulenten können mit ein paar Tipps auch in einer dunklen Wohnung wachsen.

Du bist hier, weil dir Sukkulenten gefallen, du aber nicht sicher
bist, ob sie in deinem Umfeld gedeihen?

Jeder kann glückliche Sukkulenten besitzen

Dann herzlich willkommen! Hier bist du Richtig wenn du wissen willst, wie du Sukkulenten anbauen kannst, egal wo du wohnst. 

Denn jeder kann glückliche Sukkulenten besitzen. Wenn du ihnen das richtige Fundament lieferst, wird es ihnen auch gut gehen.

Auch bei mir sind die Bedingungen nicht optimal. Ich wohne in Mitten in der Altstadt. Da meine Wohnung von anderen Häusern umgeben ist und ich kein Fenster zur Südseite habe, kommt eigentlich zu wenig Licht herein. Daher habe ich mich lange damit beschäftigt, was ich tun muss, um diesen Umständen zu trotzen. In diesem Beitrag bekommst du daher die ultimativen Geheimtipps!

Echeverien sind Sukkulenten.

Sukkulenten sind genügsam

Die gute Nachricht ist, dass Sukkulenten im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen generell unkompliziert in der Pflege sind. Sie sind genügsam und haben wenig Bedürfnisse. Wenn du ein helles, lichtdurchflutetes Zuhause hast und die Sukkulente am Fenster steht, solltest du keine Probleme haben. Wenn doch, solltest du in diesem Beitrag mal sehen, ob du bedeutende Pflegefehler machst. In dem Fall hast du wahrscheinlich in der Vergangenheit zu viel gegossen oder verwendest die falsche Erde und den falschen Topf.

Im Folgenden zeige ich dir 5 Geheimtipps, mit denen deine Sukkulenten jeden Bedingungen trotzen!

Tipp 1: Wähle die richtigen Pflanzen

Eine Sache, die ich durch den tragischen Tod zahlreicher Sukkulenten gelernt habe ist, dass manche Pflanzen bei mir besser und manche schlechter wachsen. Die meisten Arten überlegen einen Winter in Deutschland nicht, auch wenn diese dank Klimaerwärmung nicht mehr ganz so kalt sind. Deshalb gibt es nur sehr wenig Sukkulenten, die du in deinem Beet anpflanzen oder das ganze Jahr über dort lassen kannst. Für unseren Winter sind einige Agaven-Arten, Hauswurz und die Fetthenne gut geeignet.

Du solltest auch nicht immer den Etiketten trauen, die in Gärtnereien an den Pflanzen befestigt sind. Auf diesen steht häufig, dass die Sukkulenten „volle Sonne“ vertragen. Das ist erstens recht unspezifisch und zweitens nicht immer 100 % richtig. Daher solltest du noch einmal im Internet recherchieren, wie viel Sonne deine Sukkulente tatsächlich vertragt. Ich habe auf dieser Seite bereits einige Pflanzenportraits angelegt, wobei noch viele weitere Arten folgen werden.

Sukkulenten die wenig Licht brauchen

Die Haworthia Fasciata wächst auch bei wenig Licht.

Auch gibt es Arten, die mit deutlich weniger Licht klarkommen und somit besser für meine Wohnung geeignet sind. Die meisten Haworthien und Gasterien kommen mit schlechten Lichtverhältnissen hervorragend klar. Da ich beide Sukkulenten-Arten sehr schön finde, ist dieses Wissen viel wert. Vor allem die Zebra-Haworthie und die Gasteria „Aurora“ finde ich wunderschön und sehr stylisch. 

Ebenfalls gut geeignet sind Sukkulenten der Gattung „Bogenhanf“. Sie brauchen kaum Licht oder Wasser. Wer es schafft einen Bogenhanf zu töten – Respekt.

Sukkulenten die viel Licht brauchen

Echeverien brauchen dahingegen wirklich viel Licht. Das ist sehr schade, da sie die „klassischen Sukkulenten“ sind, bzw. dass was die meisten Menschen als Sukkulenten kennen. Wenn sie zu wenig Licht haben, wachsen sie gestreckt, da sie so versuchen, mehr Licht zu finden. Dadurch lässt sich die formschöne Rosette nicht mehr richtig erkennen und die Pflanze schaut nicht mehr schön aus.

Auch farbenfrohe Sukkulenten wie die Fetthenne tun sich schwer bei schlechten Lichtverhältnissen. Sie können dann ihre Farbe nicht aufrechterhalten und verblassen. Prinzipiell sind grüne Sukkulenten drinnen glücklicher als bunte Pflanzen.

Sukkulenten die viel Wasser brauchen

Wenn du dazu neigst, deine Sukkulenten zu ertränken, solltest du auf Arten zurückgreifen, die einen höheren Wasserbedarf haben. Der Speckbaum hat dünne Blätter, die kaum Wasser speichern. Daher kann er ruhig häufiger gegossen werden als die meisten Sukkulenten. Auch der Pfennigbaum und das Rosetten-Dickblatt (Aeonium Arboreum) sind Arten, die sich mit häufigem Gießen wohl fühlen.

Die Aeonium Arboreum ist eine Sukkulente die wenig Sonne braucht.

Sukkulenten die wenig Wasser brauchen

Wenn du häufig unterwegs bist und nicht jedes Mal jemanden suchen möchtest, der deine Pflanzen gießt, brauchst du wiederstandfähige Sukkulenten. Vor allem Arten mit dicken Blätter können Wasser gut speichern und lange davon zehren. Zudem sind Kakteen, die normalerweise in der Wüste beheimatet sind, lange Dürreperioden gewohnt. Dickblättrige Sukkulenten wie die Pachyveria Hookeri, die Graptoveria Debbi oder die Aloe Brevifolia kommen im Notfall einige Wochen ohne Wasser aus. Außerdem sind Kakteen wie Mammillaria Rhodantha (Warzenkaktus) oder Mammillaria Gracilis sehr robust und vertragen lange Dürreperioden problemlos.

Sukkulenten in der Wohung.

Die Pflanzenwahl ist somit ein wichtiger Faktor für den Erfolg deiner Sukkulenten-Zucht. Wenn du nicht wahllos eine Sukkulente kaufst, sondern schaust, welche Sorte zu deinem Zuhause passt, macht das vieles einfacher. Es gibt so eine große Auswahl, da findest du bestimmt eine Sukkulente, die dir gefällt und zu deiner Wohnsituation passt. 

Tipp 2: Optimiere den Boden der Sukkulenten

Es macht einen riesen Unterschied, ob deine Sukkulenten einer hohen oder niedrigen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind. Beides ist nicht optimal, kann aber mit dem richtigen Substrat ausgeglichen werden.

Wenn sich deine Sukkulenten an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit befinden, sollte die Erde die Wurzeln der Pflanze vor dieser Feuchtigkeit schützen. Wenn es allerdings sehr trocken ist, hat die Erde die Aufgabe, die Sukkulenten vor zu schnellem Austrocknen zu schützen.

Hier findest du meine Empfehlung, wie du den perfekten Substrat-Mix selbst herstellen kannst. Wenn dir das zu aufwändig ist, findest du hier ebenfalls einen tollen Mix.

Bimsstein gegen Feuchtigkeit

Dieser Substrat-Mix ist eigentlich perfekt, egal ob du die Sukkulenten drinnen oder draußen hältst. Wenn deine Pflanzen regelmäßig zu viel Wasser abbekommen oder sich in einer feuchten Umgebung befinden, gibt es eine Wunderwaffe: Bimsstein.

Bimsstein ist in solch einem Fall das beste verfügbare Material. Es hält Feuchtigkeit von den Wurzeln fern und trocknet sehr schnell. Ein gutes Substrat, das auf Bimsstein basiert, findest du bei diesem Anbieter.

Kokosnussfasern bei Trockenheit

Klar, zu viel Feuchtigkeit ist nicht gut für Sukkulenten, aber es möchte auch niemand alle zwei Tage gießen müssen. Denn gerade dass Sukkulenten so wenig Aufwand und Pflege brauchen, ist einer ihrer Vorteile. Sie kommen mit Dürreperioden im Normalfall sehr gut zurecht, nur eben nicht ganz ohne Wasser.

Wenn die Luft an dem Standort deiner Sukkulenten sehr trocken ist oder sie im Sommer der prallen Sonne und Temperaturen über 30 Grad ausgesetzt sind, sind Kokosnüsse die Geheimwaffe. Kokosnussfasern können viel Wasser speichern, tropfen aber auch gut ab, sodass sie nicht wie herkömmlicher Torfboden matschig werden. Mische davon einfach etwas in die Erde ein – es wird Wunder wirken.

Tipp 3: Wähle den richtigen Topf

Das Material des Topfes kann eine große Rolle dabei spielen, wie gut deine Sukkulenten überlegen. Terrakotta ist gerade für Anfänger immer eine gute Wahl. Das Material ist sehr porös, wodurch vermehrt Luft zu den Wurzeln gelangen kann. Dadurch wird der Boden trocken gehalten und Staunässe wird vermieden.

Finde den richtigen Blumentopf für deine Sukkulenten.

Wenn du allerdings eher mit trockener und heißer Luft zu kämpfen hast, ist Terrakotta möglicherweise nicht die beste Wahl. In dem Fall ist Keramik eine gute Option. Auf Amazon oder Etsy findest du eine große Auswahl an Töpfen, die gut für Sukkulenten geeignet sind.

Ich empfehle, einen Topf mit einem Abtropfloch zu verwenden. Vor allem wenn die äußeren Umstände nicht optimal sind, erleichtert das dein Leben enorm. Gerade wenn du Anfänger bist oder Probleme mit Sukkulenten hast, solltest du darauf nicht verzichten.

Es gibt unglaublich viele Pflanzgefäße und Töpfe für Sukkulenten und es macht unheimlich viel Spaß damit zu experimentieren. Eine schöne Pflanze kommt in dem passenden Topf erst richtig zur Geltung. Daher unterschätze diesen Punkt nicht und lass dir Zeit bei der Suche nach etwas das dir auch wirklich gut gefällt.

Tipp 4: Akzeptiere den Tod

Die Überschrift klingt jetzt vielleicht ein wenig hart. Aber finde dich damit ab, dass es nicht mit jeder Sukkulente Erfolg haben wirst. Pflanzen werden krank und sterben, das passiert einfach und ist kein Weltuntergang. Versuche darauf möglichst viel zu lernen. Hast du etwas falsch gemacht und kannst du nächstes Mal etwas besser machen? Versuche aus jeder
toten Pflanze eine Lektion zu ziehen, damit es mit der Nächsten besser klappt!

Da sich Sukkulenten so leicht vermehren lassen, kannst du jedoch ständig neue Pflanzen kultivieren. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn mal eine eingeht. Auch wenn du merkst, dass eine Pflanze gestreckt wächst und daher Probleme hat, kannst du einige Blätter abtrennen und neu einpflanzen.
Oder wenn es einer Pflanze, die bereits Ableger gebildet hat, schlecht geht. In dem Fall kannst du ebenfalls die Ableger retten und in neue Töpfe einpflanzen. So kannst du nach und nach deine Sammlung erweitern und gestorbene Pflanzen ersetzen.

Finde heraus, wieso deine Sukkulenten nicht überleben und mach es das nächste Mal besser!

Stecklinge von Sukkulenten.

Tipp 5: Wage Experiment

Merk dir eins – es ist immer in Ordnung zu experimentieren! Tatsächlich stammen viele Informationen, die ich auf dieser Webseite mit euch teile, aus meinen Experimenten.

Es beginnt immer mit Ideen und Tipps, die ich irgendwo aufschnappe. Oder ich recherchiere zu einem bestimmten Thema und stoße auf einen neuen Ansatz. Diese Ideen probiere ich dann ganz einfach aus und beginne, herumzuexperimentieren. Dabei lerne ich unglaublich viel. Ich sehe, was funktioniert und was nicht. Ich lerne, wie ich etwas besser machen kann oder wo mein Ansatz schon der Beste ist.

Wenn du mutig bist und experimentierst, lernst du, was bei dir zu Hause ganz persönlich am besten funktioniert. Wenn du nicht ständig neue Pflanzen kaufen möchtet, kannst du die Ableger für Experimente nutzen. Oder du ziehst aus den Blättern neue Sukkulenten und tobst dich an diesen aus.

So wirst du viel erfolgreicher. Für den Start kannst du auch meinen kostenlosen Kurs “Sukkulenten für Anfänger” belegen. Darin erfährst du alles zur Grundversorgung von Sukkulenten und Kakteen, wodurch sich deine Erfolgschancen erheblich verbessern werden. 

Die Grundbedürfnisse sind abhängig von der Umgebung

 

Prinzipiell haben Sukkulenten ähnliche Grundbedürfnisse.
Jedoch ist jedes Zuhause anders. Faktoren wie das Licht, das Substrat, der
Blumentopf und die Temperatur wirken sich auf die Gesundheit der Sukkulenten
an. Daher verändern sich die Grundbedürfnisse entsprechend der
Umgebungsvariablen. Sie müssen an deinen Wohnort angepasst werden. Daher musst
du stets bereit sein, die Regeln ein wenig anzupassen. 

 

Sukkulenten fühlen sich in der Sonne wohl.

 

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir ein besseres Verständnis für die Grundversorgung von Sukkulenten gegeben. Ich bin überzeugt davon, dass jeder Sukkulenten am Leben erhalten kann, egal wo er lebt!

 

Wichtig ist lediglich, dass man die richtigen Pflanzen in dem richtigen Substrat und Topf pflanzt. Wenn man dann noch ein wenig experimentiert und auf die Veränderungen der Sukkulenten reagiert, kann nichts mehr schiefgehen.

Wenn du mehr über die Auswahl der besten Sukkulenten für dein Zuhause erfahren möchtest, kannst du dich bei meinem kostenlosen Anfängerkurs für Sukkulenten anmelden.

 

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