Dachhauswurz, Donnerwurz, Echter Hauswurz, Steinrose

Hauswurze sind sehr beliebt in Deutschland. Ihre Popularität verdanken sie neben ihrem schönen Aussehen vor allem der Tatsache, dass sie zu den wenigen winterharten Sukkulenten gehören. Da sie nicht aus der Wüste, sondern aus den französischen Alpen stammen, mussten sie sich anderen klimatischen Bedingungen anpassen. Sie sind Kälte, Eis und Frost gewöhnt und wachsen auch unter rauen Bedingungen.

Dachwurze haben sich mittlerweile von Europa bis nach Westasien ausgebreitet. Ob in einem kargen Steingarten, auf einem Dach, in Mauerfugen oder im Blumenbeet: der Donnerwurz kann auf nahezu jedem Untergrund gedeihen. Es gibt kaum eine unempfindlichere Pflanze.

Der Dachhauswurz ist eine schöne, winterharte Sukkulente.

Steckbrief:

Volle Sonne bis Halbschatten

Im Freien

Typischer Wasserbedarf für Sukkulenten

Der Dachwurz wird bis zu 25 cm hoch

Der Dachwurz wird bis zu 20 cm breit

Winterhart, Minimum -20 ° C

Vermehrung über Ableger & Samen

Nicht giftig für Menschen & Haustiere 

Hält Winterruhe

Die Blätter des Dachwurzes

Donnerwurze bestehen aus dichten, übereinanderstehenden Blättern, die rosettenartig angeordnet sind. Da sie fleischig und dick sind, können sie Wasser speichern und Trockenheit problemlos überstehen.

 

Die Blätter sind grün, können sich in der Sonne aber auch rötlich, bräunlich, purpur oder sogar bläulich verfärben. Häufig färben sich aber auch nur die Spitzen der Blätter Rot und der Rest der Pflanze bleibt grün. Ich finde das sieht besonders hübsch aus. 

Der Dachwurz verfärbt seine Blätter in der Sonne.

Wann blüht der Dachwurz?

Die Blütezeit des Dachwurzes fällt auf die Sommermonate von Juni bis August. Wenn er blüht, wachsen aus der Rosette dicke, mit Blättern bedeckte Blütenstile. Die kleinen, sternförmigen Blüten können die Farben weiß, gelb, rosa oder rot annehmen.

 

Nach der Blüte stirbt die Rosette. Da sie davor jedoch bereits eine Tochterrosette gebildet hat, ist der Verlust nicht weiter schlimm. Dachhauswurze breiten sich sehr schnell aus und bilden teppichartige Bestände in den Blumenbeeten deines Gartens.   

Die richtige Pflege des Dachwurzes

Der Donnerwurz zeichnet sich durch seine Schönheit und Widerstandsfähigkeit unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen aus. Er braucht nur wenig Pflege, übersteht Trockenheit problemlos und trotzt selbst unseren kalten Wintermonaten. Im Folgenden erfährst du alles was du zu der richtigen Pflege des Echten Hauswurzes wissen musst.  

Der perfekte Standort für den Dachwurz

Dachwurze lieben die Sonne. Ein heller, sonniger Standort ist optimal für sie. Denn sie haben nicht umsonst das Dach als bevorzugten Ansiedlungsort gewählt. Donnerwurze sind Wahre Frischluftfanatiker und sollten daher im Freien eingepflanzt werden.

Wenn du es mit ihnen doch in deiner Wohnung versuchen möchtest, musst du sie im Winter an einen Ort stellen, wo die Temperaturen nicht über 10 Grad steigen. Werden sie nicht dieser Kälteperiode ausgesetzt, gehen sie wahrscheinlich über kurz oder lang ein.

 

Wenn Dachwurze zu wenig Sonne bekommen, merkst du das schnell an der blasser werdenden Blattfarbe. Bleichen diese immer weiter aus, solltest du darüber nachdenken, sie an einen sonnigeren Standort umzuziehen. Vier Stunden Sonne sind das Minimum, damit sich diese Sukkulenten auf Dauer wohl fühlen. 

Dachwurz kann gut draußen bleiben.

Wie oft muss ich den Dachwurz gießen?

Bei Dachwurzen gilt das Gleiche wie bei den meisten Sukkulenten. Lieber zu wenig Wasser als zu viel. Auch Dachwurze sind wahre Trockenkünstler. Lediglich Staunässe zwingt sie in die Knie. Im Sommer genügt es vollkommen, sie einmal die Woche zu gießen.

Im Winter, wenn sie an einem kühlen Standort stehen, brauchen sie so gut wie überhaupt kein Wasser. Beobachte einfach von Zeit zu Zeit die Blätter. Wenn sie anfangen schrumpelig zu werden, kannst du der Steinrose etwas Wasser geben.

 

Steht die Pflanze bei dir im Freien ohne Überdachung, musst du gut darauf achten, dass das Regenwasser schnell abfließt. Wenn sie längere Zeit in nasser Erde überdauern müssen, fangen die Wurzeln an zu faulen. Verwende daher immer eine Erde, die das Wasser abfließen lässt und nicht staut.  

Erde & Dünger für den Dachwurz

Der Dachwurz ist nicht nur Sonne, sondern auch einen kargen, nährstoffarmen Boden gewöhnt. Entscheidend ist, dass Regenwasser schnell abfließt. Daher gedeihen diese Sukkulenten auch so hervorragend in Steingärten oder an Mauern.

Die Erde für Dachhauswurze sollte sandig, kiesig oder steinig sein, damit sich keine Staunässe bilden kann. In normaler Blumenerde bekommen sie schnell nasse Füße und beginnen zu verfaulen.

Auch wenn der Donnerwurz draußen sein sollte, kann er trotzdem problemlos im Topf kultiviert werden. In dem Fall sollte der Blumentopf jedoch ein Abtropfloch haben. Dieses kannst du mit einer Tonscherbe abdecken, damit es nicht verstopfen kann. Anschließend kannst du den Topf mit spezieller Kakteen- oder Sukkulentenerde fülle (hier auf Amazon). Diese ist grobkörnig und sorgt dafür, dass das Wasser gut abläuft.

Alternativ kannst du auch selbst die optimale Erde zusammenmischen. Fülle dafür zuerst eine Schicht Kies oder Blähton (hier auf Amazon) in den Blumentopf. Dieses Gemisch wir anschließend mit einem Stück Vlies (hier auf Amazon) abgedeckt. Nun kannst du den Pflanzenkübel mit normaler Blumenerde, die vorher mit groben Sand oder Lavagrus vermischt wurde, füllen.

Wenn du Dachwurze im Blumenbeet einpflanzt, sollten sie mindestens 20 cm Abstand zu den anderen Pflanzen haben. Nur so können sich in Ruhe entfalten. 

 

Steinrosen brauchen keinen Dünger  – sie kommen ohne zusätzliche Nährstoffe hervorragend aus. 

Ist der Dachwurz winterhart?

Der Dachwurz ist winterhart.

Ich bin in diesem Artikel schon mehrmals drauf eingegangen. Ja, der Dachwurz gehört zu den wenigen Sukkulenten die zu 100 % winterhart sind. Er trotzt Temperaturen bis – 20 °C problemlos und braucht die Kälte sogar um glücklich zu sein. Schnee, Frost, Eiseskälte – das ist alles kein Problem für den Überlebenskünstler.

Wenn du Dachhauswurz im Topf hast, solltest du ihn im Winter allerdings an einen überdachten Standort, am Besten in der Nähe einer Hauswand stellen. So ist er vor Regen besser geschützt und Staunässe wird vermieden.  

Ist Dachwurz giftig?

Der Dachhauswurz ist nicht giftig. Ganz im Gegenteil, er fundiert seit Jahrhunderten als Heil- und Zauberpflanze. Auch wenn er in der Regel nicht gegessen wird, ist es für Kinder, Katzen, Hunde oder Schildkröten kein Problem, wenn es doch einmal passiert. Sie sollten dadurch keine Schäden oder Unverträglichkeiten erleiden.

Dachwurz vermehren: einfacher geht es kaum

Der Dachwurz vermehrt sich quasi ganz von selbst. Er bildet am laufenden Band neue Tochterrosetten und breitet sich so immer mehr aus. Daher kann der Donnerwurz über Ableger am einfachsten vermehrt werden. Ihr könnt im Frühling die neu gewachsenen Tochterrosetten einfach mit einem scharfen Messer abtrennen. Anschließend topft ihr die Ableger in einen separaten Blumentopf, der mit durchlässiger Kakteenerde gefüllt ist, ein. Schon nach kurzer Zeit bildet der Ableger Wurzeln. Und schon habt ihr eine neue Sukkulente. Wie gesagt, einfacher geht es kaum.

 

Eine langwierige, aber mögliche Alternative ist die Aufzucht über Samen. Da diese Methode im Vergleich zu den Ablegern recht umständlich und unnötig ist, wird sie eher von Liebhabern praktiziert, die neue Kreuzungen entwickeln wollen. Jedem Anderen empfehle ich das Vermehren über Ableger. 

Gute Nachbarn

Am Idealfall haben die Nachbarn des Dachhauswurzes ähnliche Ansprüche. Daher kann der Dachwurz natürlich mit anderen Hauswurzen zusammen eingepflanzt werden. Außerdem verträgt er sich gut mit Sukkulenten wie der Fetthenne und einigen Sedum-Arten.

Neben Sukkulenten sind auch Lavendel, Thymian, kleine Gräser, Kuhschellen, Katzenpfötchen, Hungerblümchen und verschiedene Steinbrech-Arten gute Nachbarn.  

Dachwurz als Hausmittel und Heilpflanze

Dem Dachwurz wurden im Mittelalter magische Kräfte nachgesagt. Er galt als sicherer Schutz vor einem Blitzschlag, woher er auch den Spitznamen „Donnerwurz“ erhielt. Karl der Große ordnete einst sogar na, dass jeder Bauer mindestens einen Donnerwurz zum Schutz auf seinem Dach haben müsse.

Der Dachwurz gilt zudem als Heilpflanze und wird nicht umsonst häufig auch als „Aloe Vera des Nordens“ bezeichnet. In der Medizin wurde er einst unter anderem von Pfarrer Kneipp als Tee bei Übelkeit zur Blutreinigung und bei Magengeschwüren eingesetzt. Der Saft soll schmerzstillend, entzündungshemmend, kühlend und wundheilend wirken.

 

Er wird daher bis heute zur Linderung von Ohrenschmerzen und zur Bekämpfung von Warzen eingesetzt.    

Dekoideen mit Dachwurzen für Garten und Terrasse

In Gärtnereien kann man oft ausgefallene und kreative Arrangements mit Dachwurzen kaufen. Sie werden häufig in Kombination mit anderen Sempervivums in kleine Körbe, Schalen, auf Holz, in Schuhe oder auf Kränzen eingepflanzt. Diese Arrangements sind wundervolle Dekorationen für den Garten oder die Terrasse.

Natürlich könnt ihr eurer Kreativität auch freien Lauf lassen und solche DIY-Projekte ganz einfach selbst umsetzen. Als Blumentopf könnt ihr so ziemlich alles verwenden was ihr findet. Stöbert doch einfach mal in eurem Keller oder in der Garage nach ausrangierten Gefäßen. Oder ihr macht einen Abstecher zu einem Flohmarkt in eurer Nähe. Dort werdet ihr auf jeden Fall fündig. 

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