Frage:

Während meines Urlaubes hat mein Bruder meine Sukkulenten gegossen. Jetzt wächst der Stil meiner Sukkulente in die Höhe und wirkt gestreckt. Wie kann ich meine Pflanze retten?

Kann ich die Spitze einfach abschneiden? Oder sollte ich die Blätter entfernen, eine neue Pflanze züchten und den langen Stil dann wegwerfen? Was ist hier die beste Lösung?

Echeveria mit einem schwarzen Stil ist krank.

Antwort:

Wenn Sukkulenten in die Höhe wachsen, haben sie zu wenig Licht erhalten. Sie recken sich dann auf der Suche nach der Sonne in die Länge. Der Abstand zwischen den Blättern wird somit größer. Auch wenn sie in Zukunft wieder mit genug Licht versorgt werden, gelangen sie nicht in ihre alte Form zurück, sondern behalten ihr Aussehen.

Lösung 1: Kopfsetzlinge – Klein aber fein

Du denkst bereits in die richtige Richtung. Bevor du die Blätter abtrennst um eine neue Pflanze entstehen zu lassen, solltest du allerdings prüfen, ob die Sukkulente in letzter Zeit mit genug Wasser versorgt wurde. Das ist der Fall, wenn die Blätter schön prall sind und ihre normale Farbe haben.

In solch einem Fall ist die Sukkulente meist von oben noch sehr schön. Somit kannst du aus dem Kopf eine neue, etwas kleinere, aber gesunde Pflanze kultivieren. Enthaupte die Pflanze mit einer scharfen, sterilen Schere oder einem scharfen Messer.

Die Echeveria wächst getreckt in die Höhe.

Es muss auf jeden Fall einen sauberen Cut geben, ohne dass der Stil gequetscht wird. Versuch den Schnitt so waagerecht wie möglich zu machen, um die Schnittkante möglichst klein zu halten. Eine kleine Wunde ist immer besser als eine Große. Schneide die Sukkulente an der Stelle ab, wo die Blätter mit einem größeren Abstand zu wachsen beginnen – also ab da wo sie nicht mehr schön aussieht. Am besten lässt du ein kleines Stück Stamm, denn das gräbst du später in die Erde ein.  

Lass den Kopfsteckling nun für drei bis fünf Tage trocknen. In dieser Zeit wird die „Wunde“ durch sogenanntes Kallusgewebe geschlossen, woraus sich später kleine Wurzeln bilden. Nun kannst du die Pflanze wieder in eine gut drainierte Erde einpflanzen.

Lösung 2: Vermehre die Blätter deiner Sukkulente

Anstatt einen Kopfsetzling zu bilden, kannst du auch einige (aber nicht alle)der unteren Blätter entfernen mit dem Ziel sie zu vermehren. Drehe die Blätter vorsichtig vom Stil ab und pass auf, dass du das ganze Blatt erwischt. Lege die abgetrennten Blätter anschließend auf Erde und gieße diese. Am besten eignet sich spezielle Kakteenerde, die Wasser gut durchlässt. Wenn die Erde trocken ist, solltest du erneut gießen.

Man kann die Sukkulente retten indem man aus den Blättern neue Pflanzen züchtet.

Wenn sich an den Blättern langsam dünne Wurzeln (Kallus) bilden, können sie in die Erde eingepflanzt werden. Stecke die Blätter schräg in die Erde. Nach einer Weile bilden sich mehrere kleine Pflänzchen an den ausgesäten Blatt. Eine genaue Anleitung zum vermehren deiner Sukkulenten über Blätter findest du in diesem Artikel.

So kannst du von einer Sukkulente, die dir aufgrund ihres gestreckten Stils nicht mehr gefällt, eine große Anzahl an Stecklingen gewinnen. Im Normalfall werden nicht alle Blattstecklinge etwas, sondern ein paar davon gehen mit der Zeit ein.

Und was passiert mit dem Stil der Sukkulente?

Wenn du den gestreckten Pflanzenstil, von dem du Blätter abgetrennt hast, weiter eingepflanzt lässt und ihn weiter gießt und pflegst, können sich neue Rosetten bilden. Die Sukkulente kann so weiterleben und sich neu entwickeln.

Weitere hilfreiche Informationen:

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Lerne die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Sukkulenten-Typen kennen

Es gibt unglaublich viele verschiedene Sukkulenten und nicht alle haben die gleichen Bedürfnisse und Vorlieben. Daher müssen die einzelnen. Arten auch ganz unterschiedlich gepflegt werden um wirklich gesund sein zu können.

Einige Arten wachsen schnell, andere langsam. Manche sind gerne draußen, andere fühlen sich auch im Inneren wohl.

Hol dir daher bei der Identifikation deiner Sukkulenten Hilfe. Dann kannst du prüfen, was für deine verschiedenen Sukkulenten gut ist und was ihnen schadet!

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