Du findest die Idee, deine Pflanzen einfach zu vermehren und so deine Sammlung zu vergrößern total spannend? Wenn du noch nicht viel mit dem Thema zu tun hattest, traust du dich vielleicht nicht so richtig und denkst, dass es sowieso schiefgeht. Daher habe ich für dich 7 Sukkulenten zusammengesucht, aus deren Blättern und Setzlingen du unheimlich einfach neue Pflanzen züchten kannst. Mit diesen 7 Gattungen schafft es wirklich jeder, versprochen!

Sukkulenten kann man zum vermehren auch draußen lassen.

Wie werden Sukkulenten vermehrt?

Zuerst einmal die Info, dass nahezu alle Sukkulenten-Gattungen aus den Blättern oder Stecklingen vermehrt werden können. Es gibt auch zahlreiche Sukkulenten-Arten, die nach einiger Zeit von ganz alleine kleine, neue Pflanzen entstehen lassen.

Wenn du noch neu in dem Thema bist, ist es für dich natürlich nicht klar ersichtlich, wie du deine Sukkulenten zu Hause vermehren kannst. Ob du sie über die Blätter oder Stecklinge vermehren kannst, oder ob von selbst sogenannte Tochterpflanzen gebildet werden.

Daher empfehle ich dir für den ersten Versuch einer der folgenden 7 Sukkulenten!

Achtung: Aber zu Beginn noch eine kleine Warnung. Sobald du mit dem Vermehren von Sukkulenten beginnst, droht eine enorme Abhängigkeit. Als ich angefangen habe, Sukkulenten zu vermehren, war ich so begeistert, dass ich immer mehr wollte. Es war so einfach und hat einfach riesig Spaß gemacht zu sehen, wie die neue Pflänzchen wachsen und gedeihen. Also trau dich: fang einfach an und glaub mir, du wirst es lieben!

1. Brutblatt (Kalenchoe Daigremontiana)

Das Brutblatt ist eine schöne Sukkulente, die auch Kalenchoe Daigremontiana genannt wird.

Das Brutblatt stammt ursprünglich aus den Wäldern Madagaskars, ist sehr fruchtbar und wächst wie Unkraut. Die fleischigen Blätter sind typisch für Dickbalttgewächse (Crassulaceae). In Deutschland ist es auch unter dem Namen Göthe-Pflanze bekannt. In der alternativen Medizin wird das Brutblatt zur Wundheilung, Nervenberuhigung und Förderung der Fruchtbarkeit eingesetzt.

Das Brutblatt hat eine ganz besondere Vermehrungsform, das ihm auch seinen Namen verliehen hat. Beim dieser Sukkulente wachsen an den Blatträndern vollständig entwickelte Kindeln. So nennt man fertige Ableger oder Nebensprossen, die sich direkt an der Pflanze entwickeln und einfach abgelöst werden können. Wenn diese Kindel anfangen Wurzeln zu schlagen, fallen sie von der Mutterpflanze ab und der Prozess beginnt von Neuem.

Nun kannst du diese neuen Pflanzen ausgraben und mehrere Blätter zusammen in einen Blumentopf mit durchlässiger Kakteenerde setzen. Bohre dazu kleine Löcher in die Erde und setz die noch feinen Wurzeln hinein. Die Ansätze der Blätter sollten die Erde nur leicht berühren. Drücke die Erde nun gut fest, stell das neue Brutplatz an einen hellen Ort über 15 Grad und schon hast du eine neue Pflanze.

Es ist wirklich cool zu sehen, wie lauter kleine Baby-Pflanzen an den Blättern entstehen!

2. Schlangen-Fetthenne (Sedum Morganianum)

Die Schlangen-Fetthenne ist eine Sukkulente und wird auch Sedum Morganianum genannt.

Die Schlangen-Fetthenne ist einer meiner Lieblings-Sukkulenten. Sie kann ganz einfach über ihre Blätter, aber auch durch Stecklinge vermehrt werden. Diese Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler und kaum kleinzukriegen. Dank ihres hängenden Wuchses ist diese Sukkulente perfekt für Pflanzenampeln und Arrangements aus mehreren Sukkulenten. Wenn sie nicht geschnitten wird, können die einzelnen Pflanzenstränge bis zu 60 cm lang werden.

Wenn du die Schlangen-Fetthenne vermehren willst, kannst du einzelne Blätter oder ganze Triebe abtrennen. Lasse diese auf feuchter Erde für ein paar Tage liegen, damit die offenen Stellen antrocknen können. Anschließend gräbst du die Schnittstellen einfach in einen Topf mit Erde ein. In der Regel dauert es nur wenige Wochen, bis die Schlangen-Fetthenne Wurzeln gebildet hat.

3. Jelly Bean Sukkulente (Sedum Rubrotinctum)

Die kleinen, prallen und länglichen Blätter brachten der Pflanze umgangssprachlich den Namen „Jelly Bean“ ein. Wenn die Sukkulente in der prallen Sonne steht, nehmen die sonst grünen Blätter eine tiefrote Farbe an. Im Frühling entstehen schöne gelbe Blüten.

Auch die Sukkulente Sedum Rubrotinctum ist eine perfekte Pflanze für Anfänger. Bei ihr fallen immer wieder Blätter ab, die dann sehr schnell neue Babypflanzen ausbilden – einfacher geht es kaum. Sammle die heruntergefallenen Blätter einfach ein und lass sie ein oder zwei Tage auf feuchter Erde liegen. Anschließend kannst du sie einfach in einen Topf mit Erde stecken. Nach einiger Zeit werden sich Wurzeln bilden und eine neue Pflanze entstehen.

Wenn keine Blätter abfallen, kannst du auch einzelne Blätter vom Stamm abdrehen. Achte jedoch daraus, dass du das ganze Blatt erwischt und nichts davon am Stil zurückbleibt.

4. Graptoveria „Debbie“

Die Graptoveria Debbie ist eine schöne Sukkulente die einfach zu vermehren ist.

Der wunderschönen Farbgebung von Debbie kannst du kaum widerstehen! Diese zartrosafarbene Sukkulente ist auf jeden Fall etwas Besonderes und man sieht sie bei uns nur selten. In Gärtnereien ist Debbie nicht überall so einfach zu bekommen. Daher ist es perfekt, dass wenn du eine der Pflanzen ergattert hast, diese unkompliziert und einfach vermehren kannst. Sie lässt sich aus den Blättern, Stecklingen, Samen oder einfach nur aus dem bloßen Ständel kultivieren.

Das heißt, dass selbst wenn deine Pflanze zu wenig Licht bekommt, gestreckt wächst und nicht mehr schön aussieht, kannst du sie noch retten. In dem Fall kannst du einfach den Kopf mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden, zwei Tage zum Trocknen auf Erde legen und in einen neuen Topf mit Erde einsetzen. Genauso kannst du alle Blätter entfernen, trocknen und einpflanzen.

Wenn du den Stil ohne Blätter und Kopf im Topf lässt, regeneriert sich sogar dieser wieder. Es wachsen neue Ableger und du erhälst noch mehr neue, kleine Debbies.  

Das ist wirklich etwas Besonderes! Die Sukkulente Graptoveria Debbie ist einfach großartig! 

5. Punktierte Felsenrose (Graptopetalum Paraguayense)

Die punktierte Felsenrose ist eine wunderschöne Sukkulente und leicht zu vermehren.

Die Punktierte Felsenrose wächst schneller als alle Sukkulenten, die ich je erlebt habe. Die weißen Blätter sind rot gesprenkelt und wirken wie eine wunderschöne große Blüte. Sie ist am liebsten draußen an einem hellen, sonnigen Standort und trotzt Temperaturen bis 0 Grad. Im Englischen wird sie auch als Ghost Plant bezeichnet.

Sie kann sehr leicht aus einzelnen Blättern und Stecklingen vermehrt werden. Hier kannst du genauso vorgehen wie z.B. bei der Schlangen-Fetthenne weiter oben beschrieben. Innerhalb kürzester Zeit bilden sich neue kleine Rosetten, die zu den Schönsten alle Sukkulenten zählen. 

6. Pachyphytum Compactum

Pachyphytum Compactum sind schöne Sukkulenten die man gut vermehren kann.

Die Sukkulenten aus der Familie Pachyphytum werden auch Dickstamm genannt und sind alle sehr pflegeleicht und einfach zu vermehren. Die Pachyphytum Copactum besteht aus vielen kleinen Rosetten. Die Blätter scheinen von Raureif überzogen zu sein und sind entweder mattgrün oder färben sich in ein wunderschönes purpur. Da sich diese Sukkulente an der Basis verzweigt und überhängend wächst eignet sie sich hervorragend für Pflanzenampeln.

Sie lässt sich sowohl aus einem Kopfsteckling als auch aus den Blättern vermehren. Da sich jedoch so viele kleine Nebenpflanzen bilden, macht es Sinn, diese Sukkulente über einen Kopfsteckling zu vermehren. Schneide einfach ein ca. 10 cm großes Stück von einem Seitentrieb ab. Lass es anschließend 2, 3 Tage trocknen und setze es dann in frische Erde ein. Innerhalb der nächsten 3 bis 4 Wochen bilden sich Wurzeln und du hast eine neue Sukkulente erschaffen, die wiederum Nebenpflanzen bildet.

7. Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum Arachnoideum)

Der Spinnweb-Hauswurz hat seinen Namen von den kleinen, kugeligen Rosetten, die von feinen Silberfäden überzogen zu sein scheinen. Er ist winterhart und daher eine fabelhafte Sukkulente für dein Blumenbeet. Auch wenn du keine Lust oder keinen Platz hast, im Winter alle Pflanzen in die Wohnung zu bringen, ist dieser Hauswurz optimal.

Ein weiterer Vorteil ist, dass er sehr leicht vermehrt werden kann, bzw. die sich von alleine vermehrt. Wenn der Frühling kommt, treibt der Spinnweb-Hauswurz wie verrückt aus. Er produziert so viele neue Pflanzen, dass du bis zum Ende vom Sommer gar nicht mehr weißt, was du damit anfangen sollst. Du kannst die neuen Baby-Sukkulenten einfach ausgraben und mit den Wurzeln in Töpfe setzen. Und schon hast du deine Sammlung vergrößert. Nachschub kommt spätestens im nächsten Frühjahr.

Weitere Sukkulenten die einfach zu vermehren sind

Sukkulenten sind wunderbar einfach zu vermehren, vor allem die 7 Exemplare, die ich dir gerade vorgestellt habe. Hier findest du noch eine weitere Liste von Sukkulenten, die auch Anfänger einfach und problemlos vermehren können:

Die Sukkulenten Aloe Vera, Erbsenpflanze und Katzenohr sind sehr leicht zu vermehren.

Starte einfach mit einer dieser Pflanzen, dann kann nicht viel schiefgehen. Wenn du noch eine genaue Anleitung suchst, wie du Sukkulenten vermehren kannst, solltest du meinen Artikel „5 einfache Schritte: So vermehrst du Sukkulenten“ lesen. Nach dem Vermehren der Sukkulenten ist natürlich die Pflege entscheidend. Mehr Informationen dazu findest du in diesem Beitrag.

Wusstest du, dass Sukkulenten sehr verschieden in ihren Bedürfnissen nach Wasser, Licht und Wärme sind? Es gibt Arten die vollständig winterhart sind und andere, die schon bei 10 Grad Celsius kalte Füße bekommen. Es gibt Sukkulenten die kaum Wasser benötigen und andere, die deutlich häufiger gegossen werden müssen. Informiere dich daher jetzt, welche Pflege für deine Sukkulenten perfekt ist.

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