Die aus den Wäldern von Madagaskar stammende Kalanchoe Daigremontiana hat viele Namen. Hierzulande kennen sie die meisten als Brutblatt. Der Name kommt daher, dass sich an den Blatträndern der Pflanze die „Brut“ in Form von Tochterpflanzen bildet. Wenn diese kleinen Pflänzchen zu Boden fallen, bilden sie umgehend Wurzeln und neue, eigenständige Brutblätter entstehen. Kaum eine andere Sukkulente kann so leicht vermehrt werden, bzw. lässt sich das Vermehren wie bei Unkraut kaum aufhalten.  

Die Kalanchoe Daigremontiana ist die perfekte Sukkulente für Anfänger. Sie vermehrt sich nicht nur von ganz alleine, sie ist auch äußerst unkompliziert in der Pflege. Wenn du bis jetzt all deine Zimmerpflanzen getötet hast, solltest du es definitiv mit einem Brutblatt probieren.  

Das Brutblatt ist eine Sukkulente.

Steckbrief:

Volle Sonne bis Halbschatten

Im Freien

Typischer Wasserbedarf für Sukkulenten

Das Brutblatt wird bis zu 130 cm hoch

Nicht winterhart, Minimum -1 ° C

Vermehrung über Kindel

Giftig für Menschen & Haustiere 

Hält Sommerruhe

Die richtig Pflege des Brutblatts

Die Kalanchoe Daigremontiana hat große Blätter, die die unterschiedlichsten Grünschattierungen aufweisen können. Zudem sind sie dreieckig und laufen vorne spitz zu. Mit bis zu 130 cm, kann diese Sukkulente recht groß für eine Zimmerpflanze werden. 

Der richtige Standort für das Brutblatt

Das Brutblatt stammt aus dem sonnigen Madagaskar. Daher solltest du einen hellen Standort für diese Zimmerpflanze suchen. Vor der prallen Mittagssonne solltest du sie schützen.

Im Frühling und Sommer kannst du die Kalanchoe auch nach draußen bringen. Allerdings erst, wenn die Temperaturen auch in der Nacht über 10 Grad liegen. Denn mit Kälte kommt das Brutblatt nicht gut klar. Bevor du die Kalanchoe im Frühling dauerhaft hinausbringst, solltest du ihr die Möglichkeit geben, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen. Daher solltest du sie zu Beginn nur ein paar Stunden in der Früh oder am Abend hinausstellen. Im Freien braucht die Pflanze einen Ort, wo sie vor Wind und Regen geschützt ist. 

Wenn du das Brutblatt bei ungefähr 10 Grad überwinterst, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Blüte enorm.

Wenn du in der Nähe andere Pflanzen stehen hast, solltest du auf genug Abstand achten. Das Brutblatt wirft regelmäßig seine Brut ab – auch über den Töpfen anderer Pflanzen. Sonst kann es dir passieren, dass sich zu deiner Orchidee oder deinem Geldbaum bald auch noch ein paar Brutblätter gesellen.

Mit diesem Ticket bekommst du das Brutblatt zum blühen

Auch wenn das Brutblatt eher wegen seinen schönen Blättern gekauft wird, kann es bei der richtigen Pflege sogar blühen. In den Fall wächst aus der Mitte der Pflanze ein hoher, brauner Stängel. Daran entstehen glockenförmige, prächtige Blüten in verschiedenen Rottönen. Das Brutblatt blüht wie die meisten Kalanchoen im Winter.   

Tipp: Wenn du möchtest, dass dein Brutblatt blüht, solltest du am Anfang des Winters dafür sorgen, dass es maximal 8 – 9 Stunden Licht am Tag bekommt. Die übrige Zeit muss es dunkel sein – auch künstliche Lichtquellen verhindern die Blüte. Wenn du das für 4 bis 8 Wochen umsetzt, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Blüte enorm.

 

Außerdem sind im Winter Temperaturen um die 10 Grad optimal für die Kalanchoe. Auch das lässt die Wahrscheinlichkeit steigen, dass Blütenknospen sprießen.  

Die Kalanchoe Daigremontiana richtig gießen

Da Brutblatt hat fleischige Blätter, in dem es Wasser speichern kann. Daher kommt es auch eine Zeit lang gut klar, ohne gegossen zu werden. Prinzipiell schadest du ihm mit zu viel Wasser mehr als mit zu wenig. Zwischen dem Gießen sollte die Erde immer die Chance haben, vollkommen auszutrocknen. Wenn du dir nicht sicher bist, solltest du lieber noch ein paar Tage abwarten.

 

Wenn das Brutblatt im Winter an einem kühlen Standort steht (ideal wären 10 Grad), brauchst du es fast gar nicht zu gießen. Einmal im Monat reicht völlig aus. Am besten achtest du aber einfach auf die Blätter. Wenn diese noch schön prall sind, sollte auch nicht gegossen werden. Eine Freundin von mir gießt ihr Brutblatt im Winter sogar nur ein oder zwei Mal. 

Die richtige Erde und Dünger für das Brutblatt

In seiner Heimat wächst die Kalanchoe Daigremontiana auf sandigen, kalkhaltigen Böden. Daher ist eine spezielle Kakteenerde gut für diese Sukkulente geeignet. Alternativ kannst du auch herkömmliche Blumenerde zur Hälfte mit Bims-Kies

und Sand vermischen. Ideal ist außerdem ein Blumentopf mit einem Abtropfloch. So kannst du vermeiden, dass das Brutblatt nasse Füße bekommt. Damit kommt es nämlich nicht gut klar.

Ich dünge mein Brutblatt überhaupt nicht und es geht ihm hervorragend. Daher würde ich euch das ebenfalls empfehlen. Wenn ihr das Gefühl habt, dass es zusätzliche Nährstoffe braucht, solltest du einen speziellen Kakteendünger verwenden. Dünge das Brutblatt aber nur im Sommer und auch dann maximal einmal im Monat. Wenn du es übertreibst, schadest du ihm damit nur. 

So kannst du das Brutblatt ganz einfach vermehren

Kaum eine Sukkulente kann so einfach vermehrt werden. Nicht umsonst trägt sie auch den Namen Mother of Thousands. Die Brut, die am Rande der Blätter wächst fällt einfach auf den Boden herab und verwurzelt sich in der Erde. Diese neuen Pflänzchen kannst du einfach mit ihren Wurzeln ausgraben und in einen neuen Blumentopf einpflanzen. Und schon hast du dein Brutblatt vermehrt.

Aber was ist, wenn du es sofort vermehren und nicht abwarten willst, bis es das von selbst tut? Du kannst die Brut auch vorsichtig mit den Fingern vom Blatt abzupfen. Nun hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Anschließend solltest du es ein, zwei Tage liegen lassen, bis es schwielig wird. Nun kannst du es auf Kakteenerde legen. In kürzester Zeit, wird es sich mit der Erde verwurzeln.
  2. Du kannst das Baby des Brutblattes auch wie einen gekeimten Samen behandeln. In dem Fall kannst du es direkt auf Aufzuchterde (LINK) legen. Nun solltest du es mit einer transparenten Folie (z.B. Frischhaltefolie oder Gewächshausfolie) abdecken. So schaffst du quasi ein kleines Gewächshaus. Das Baby sollte so lange unter der Folie bleiben, bis es Wurzeln bildet. Nun kannst du es in einen Blumentopf mit Kakteenerde umpflanzen.

Ideal sind ein heller Ort und Temperaturen über 15 Grad für die Brutblatt-Babys. Egal für welchen Weg du dich entscheidest, es ist wirklich kinderleicht.

Gute Nachbarn

Graptoveria

Welche Brutblatt-Arten gibt es?

In diesem Artikel habe ich vor allem über die Kalanchoe Daigremontiana geschrieben. Es gibt jedoch noch weitere Brutblatt-Arten:

Die Kalanchoe Pinnata ist ebenfalls recht bekannt. Bei ihr handelt es sich eigentlich um die Goethe-Pflanze. Der Dichter wurde nämlich von dieser Sukkulente in seinen Bann gezogen und widmete ihr mehrere Gedichte.

Wie aus einem Blatt unzählig
Frische Lebenszweige sprießen,
Mögst in einer Liebe selig,
Tausendfaches Glück genießen!

Zitat: Goethe 1826

Die Kalanchoe Pinnata wurde daher auch als erste Brutblatt-Art in Europa eingeführt. Die Blätter sind grün bis olivfarben und mit roten Rändern verziert. Diese Art kann sogar bis zu zwei Metern groß werden.

Die Kalanchoe Laetivirens wird dahingegen nur 20 cm hoch. Dafür sind die Blätter wunderschön, denn sie haben die Form von langgezogenen Herzen. Am Rand sind sie gezahnt. Die Blüte der Kalanchoe Laetivirens kann von grünlich gelb über grünlich weiß bis hin zu rosafarben sein.

Weitere Arten sind die Kalanchoe Delagoensis, die mit ihren schönen grau-grünen Blättern besticht. Die Stile sind mit violetten und braunen Punkten verziert. 

Die Kalanchoe Pink Butterfly ist bei uns noch recht selten zu finden. Ihre langen, spitzen Blätter verfärben sich im Sonnenlicht in ein wundervolles Rosa. Sie geht bei zu wenig Licht aber auch schnell ein.  

Das Brutblatt ist eine Kalanchoe.

Das Brutblatt als Heilpflanze

In seiner Heimat gilt das Brutblatt als Heilpflanze und wird in der anthroposophischen Medizin eingesetzt. Es soll Schmerzen lindern, die Muskeln entspannen, Fieber senken und sich positiv auf Wunden und Entzündungen auswirken. In Afrika wird es auch zur Förderung der Fruchtbarkeit und in der Schwangerschaft eingesetzt. Davon würde ich aber auf jeden Fall abraten. J Die Wirkung kann sich je nach Art und Anwendung deutlich unterscheiden. 

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